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Im Ernst

Erfolg ohne muss und aber

aberHoppla, muss das nicht „wenn und aber“ heißen? Das war mal, hat sich, wie so vieles in diesen Tagen, verändert. Sprachstrukturreform: Die Wissenschaft hat festgestellt: Die beiden Wörtlein „muss“ und „aber“ sind viel schlecht, machen null erfolgreich.
Ein Professor für Ingenieurwesen an der Uni Stanford hat es herausgefunden. Die zwei Wörter „muss“ und „aber“ sind es, hat der Stanforder Sprachingenieur, dessen Name hier nichts zur Sache tut, in zähen, jahrelangen Wort-Research-Maßnahme-Projekten festgestellt, diese zwei Wörter also sind es, die, will man den totalen Erfolg, ersetzt werden müssen, jawollja, weg müssen: statt „muss“ nur „will“ und statt „aber“ stets „und“.
Und (keine Ersatzform) das liest sich dann in etwa so: Alles ist nur eine Frage der Wortwahl – weniger übrigens gegenüber Kollegen aber (d.i. „und“) Vorgesetzten, sondern wie man zu sich selbst sprechen tut. Das steht drin im Bestseller von dem Professor „The Achievement Habit: Stop Wishing, Start Doing, and take Command of Your Life”, den man lesen will, wenn man Erfolg haben muss – oder umgekehrt. Jedenfalls zwei Stück Tricks: 1. Vermeiden Sie „aber“, gebrauchen sie ganz viel „und“. Trick 2: Sagen Sie bitte nix „müssen“ und nur „wollen“. Sagen Sie also nicht „Ich will den Film sehen, muss aber noch arbeiten“ sondern vielmehr: „Ich muss den Film sehen, will und noch arbeiten“ – In diesem Satz ist ein Fehler versteckt, wer findet ihn? Genau: das „muss“ will auch raus aus dem Satz. Probieren Sie es einmal selber aus. Es funktionopelt! Ohne muss und aber zum brutalst möglichen Success! Nur wollen Sie auf die Grammatik achten, und das wissen Sie ja schon selbst.
Wenn jetzt einer fragt, ist das nicht alles nur Rharbarber Rhabarber, täuscht der sich sehr, wenn er meint, dass das nun Rabund heißen muss, weil wegen das „r“. Und daran kann kein Zweifel sein, dass das letztlich alles nur Gelunder ist. Und der Autor will (d. i. nicht muss) hier keine Rechthunderei betreiben, denn Sie wollen es natürlich selbst wissen, ob Sie’s mal probieren mit ohne muss und (kein aber) aber. Viel Spaß!

Leserkommentare

  1. Wilhelm Veenhuis | 26. Februar 2016

    Muss ich da nicht mal einen Kommentar schreiben – aber ich will doch jetzt Feierabend und Wochenende machen …

    Was ein wunderbarer Text! Danke!

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Datum 26. Februar 2016
Autor Burkhard Talebitari
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