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Gute Nachfrage und höhere Preise – Baustoffkonzern Holcim steigert Gewinn

Dank einer florierenden Nachfrage in den Schwellenländern hat der Schweizer Baustoffkonzern Holcim einen zweistelligen Gewinnzuwachs erzielt. Dabei profitierte Holcim auch von höheren Preisen, die sie durchsetzen konnten. Der Gewinn nach Minderheiten sei um knapp 11 Prozent auf 394 Millionen Schweizer Franken (326 Mio Euro) gestiegen, teilte der HeidelbergCement-Konkurrent am Mittwoch mit.

Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs um 13 Prozent auf 1,21 Milliarden Franken. Der Umsatz kletterte um fast 10 Prozent auf 5,84 Milliarden Franken. Mit den Zahlen lag Holcim beim Gewinn leicht unter den Erwartungen, beim Umsatz trafen die Schweizer die Schätzungen der Analysten.

Die gute Nachfrage und die hohe Bautätigkeit in den aufstrebenden Ländern stützten den Holcim-Absatz. Auch in den USA stieg der Zementabsatz. In Europa ging hingegen der Betriebsgewinn um fast 30 Prozent zurück. Vor allem die schwache Nachfrage in Spanien belastete das Ergebnis. Holcim Deutschland verkaufte zwar weniger Zement, jedoch mehr sogenannte Zuschlagsstoffe (z.B. Verflüssiger) und Transportbeton.

Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte der Baustoffkonzern. Beim operativen EBITDA peilt Holcim einen organischen Zuwachs an. Im Gesamtjahr erwartet Holcim unverändert einen steigenden Baustoffbedarf in den aufstrebenden Ländern Asiens und Lateinamerikas sowie in Russland und Aserbaidschan. Auch in Nordamerika werden die Zementlieferungen zunehmen. In Europa sei jedoch mit einem Absatzrückgang in allen Segmenten zu rechnen.

Auch das Sparprogramm laufe nach Plan, hieß es weiter. Erst im Mai hatte Holcim ein neues Programm aufgelegt und dieses zwischenzeitlich verschärft. Unter anderem strafft die Gesellschaft ihre Konzernstruktur. Wettbewerber HeidelbergCement wird an diesem Donnerstag (8. November) Quartalszahlen veröffentlichen.

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Datum 7. November 2012
Autor dpa
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