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HeidelbergCement-Konkurrent Holcim drückt beim Sparen aufs Tempo

Der Schweizer Baustoffkonzern Holcim beschleunigt seinen Sparkurs. Bereits im laufenden Geschäftsjahr plane der HeidelbergCement-Konkurrent mit seinem im Mai neu aufgelegten Sparprogramm nun bis zu 300 Millionen Schweizer Franken (250 Mio Euro) einzusparen, sagte der neue Holcim-Chef Bernard Fontana der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (FAZ/Montagausgabe). Ursprünglich sollten die Kosten 2012 um mindestens 150 Millionen Franken sinken. Mit dem Sparprogramm wollen die Schweizer ihr operatives Ergebnis im Zeitraum 2012 bis 2014 um insgesamt 1,5 Milliarden Franken verbessern. Holcim leidet wie die gesamte Branche unter kräftig gestiegenen Energiekosten und der Wirtschaftskrise in Südeuropa.

Auch Verkäufe von Unternehmensteilen schließt Fontana nicht aus. “Eventuelle Verkäufe stehen allerdings keinesfalls im Zentrum der Überlegungen und würden auf einer sehr selektiven Grundlage erfolgen”, betonte er. An der Ausschüttungspolitik will er festhalten. “Es ist keine Änderung der Dividendenpolitik geplant, ein Drittel des Konzerngewinns – nach Minderheiten – an die Aktionäre auszuschütten.” Im vergangenen Jahr hatte es allerdings einen Gewinneinbruch gegeben. Die Dividende hatte Holcim deshalb um ein Drittel auf einen Franken je Aktie gekürzt.

Große Hoffnungen setzt der Schweizer Baustoffkonzern wie viele andere internationale Konzerne auf die Schwellenländer. Bereits jetzt liegen dort drei Viertel der Kapazitäten. Fontana erwartet für den weltweiten Baumarkt bis 2020 einen Zuwachs auf 12 Billionen US-Dollar. Das wären 67 Prozent mehr als im Jahr 2010. Zum Plus sollen vor allem China und Indien beitragen. In China ist Holcim mit knapp 42 Prozent am Unternehmen Huaxin Cement beteiligt. In Indien gehören den Schweizern die beiden Unternehmen ACC und Ambuja Cement.

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Datum 6. August 2012
Autor dpa
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