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IG BAU warnt vor Verfall der deutschen Infrastruktur

Verkehrsschild

Verkehrsschild (Foto: Omika)

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt warnt vor einem Verfall der Infrastruktur in Deutschland. Vor allem die Kommunen verzichteten auf dringend nötige Investitionen, sagte der IG-BAU-Vorsitzende Klaus Wiesehügel bei einem Empfang in Berlin. Statt günstiger Reparaturen müssten Straßen, Kanäle und öffentliche Gebäude deshalb bald aufwendig und kostspielig komplett erneuert werden. Derzeit gebe der Staat pro Jahr rund vier Milliarden Euro zu wenig aus, um die Substanz erhalten zu können.

Wiesehügel forderte die öffentliche Hand auf, die Schuldenbremse aufzugeben. Es gebe einen Unterschied zwischen Ausgaben für den Konsum und für Investitionen. «Infrastruktur ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für Wirtschaftswachstum in Deutschland», sagte der Gewerkschaftschef. Unternehmen seien auf vernünftige Straßen zum Transport ihrer Produkte ebenso angewiesen wie Arbeitnehmer, die immer weitere Wege zu ihrem Arbeitsplatz zurücklegen müssten.

 

Zusatz: Mitgliederschwund bei der IG BAU

Bei der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat sich der Mitgliederschwund 2012 fortgesetzt. Die Mitgliederzahl sank um rund 8000 oder 2,6 Prozent auf 297 800, wie der IG-BAU-Vorsitzende Klaus Wiesehügel bei einem Empfang in Berlin berichtete. Demnach standen 17 000 Neuaufnahmen 20 000 Austritte gegenüber. Es gab 5000 weitere Abgänge, darunter Wechsel zu anderen DGB-Gewerkschaften und Sterbefälle. Bei allen acht DGB-Gewerkschaften zusammen ist der jahrelange Mitgliederschwund nahezu gestoppt. Ende 2012 hatten sie 6,151 Millionen Mitglieder, knapp 5000 weniger als ein Jahr zuvor.

 

 

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Datum 30. Januar 2013
Autor dpa
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