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Schluss mit Stolperfallen: Elbphilharmonie soll sicherer werden

Elbphilharmonie

Elbphilharmonie (Foto: HL)

Nach zahlreichen Stürzen und Beschwerden von Besuchern will die Hamburger Kulturbehörde die Sicherheit der Elbphilharmonie deutlich erhöhen. Wie das “Hamburger Abendblatt” am Samstag berichtete, sollen in Absprache mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) in der spielfreien Zeit vom 13. Juli bis zum 5. August Nachbesserungen vorgenommen werden. Insbesondere die Sicherheit der Treppen stehe im Vordergrund.

Rund 300 000 Euro werden für die Arbeiten an Hamburgs neuem Kulturwahrzeichen veranschlagt. Die Kosten seien durch Projektrücklagen gedeckt, bestätigte die Pressestelle der Behörde für Kultur und Medien.

“Die meisten Stürze ereignen sich im Großen Saal”, erklärte Jochen Margedant, der behördeninterne Projektleiter. Die vom BSVH als “gefährliche Stolperfallen” bezeichneten Treppen im Saal sowie im Foyer sollen nun eine 15 Millimeter breite Gummileiste erhalten, die am Rand in die Stufen eingefräst wird. Am Beginn der Treppenabsätze sollen außerdem zwei breitere Gummileisten hintereinander angebracht werden. Rund drei Kilometer Markierungen müssen insgesamt verlegt werden.

Zusätzlich erhalten alle Glastüren und Scheiben Punktemarkierungen zur Verbesserung der Sichtbarkeit. Neben Aspekten der Sicherheit soll die Elbphilharmonie mit den Nachbesserungen auch den modernen Standards eines barrierefreien Gebäudes gerecht werden.

Leserkommentare

  1. Guenter Laubinger | 20. Juni 2017

    Solche Nachrichten sind für alle Betroffenen schlimm. Jeder sollte wissen, dass Schadensfälle durch Treppenstürze höhere Kosten verursachen als die Autobahnunfälle. Allerdings, wir von der Industrie bieten fertige Lösungen und erleben es trotzdem fast täglich, dass man mit verantwortlichen Planern über die Notwendigkeit von Bi-Color-Stufen zur Treppenmarkierungen diskutieren muss. Jeder Unfall ist deutlich teurer als die Kosten für die in der Planung und im LV geforderte kontrastreiche Bi-Color Treppenmarkierung nach DIN 18040 und 32975.

  2. Ella | 20. Juni 2017

    Hat mich schon bei meinem ersten Besuch in der Elphi gewundert, dass das so abgenommen worden ist.

  3. Kory | 20. Juni 2017

    Sollte das wahr sein, ist’s o b e r p e i n l i ch !
    Dies wäre ein grund, wiedereinmal ernsthaft über die prügelstrafe nachzudenken !
    Und zwar für architekten UND behörden . . .
    Werden diese 300’000 € + eigentlich vom honorar und den löhnen der zuständigen beurteilungs-beamten abgezogen ? Wohl eher nicht, denn sie haben ja keine fehler gemacht, sondern nur vergessen, ein bisschen, zu denken . . .
    Sarkasmus off !

  4. Uwe Rinas | 21. Juni 2017

    Deutsche DIN-Normen!!!.Alles geregelt!!!!. Große Generalübernehmer!!!. Hohe Mehrkosten!!!. Nach “Fertigstellung” muss immer noch nachgearbeitet
    werden!!??!!??

  5. R. Schmidt | 26. Juli 2017

    Hoffentlich ragen die neuen Gummileisten nicht wieder über das Treppenniveau vor. Ende April blieb meine Frau an einer der ca. 2-3mm über das Treppenniveau vorragenden Gummileisten hängen, stürzte und zog sich mehrere Frakturen zu.

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Datum 19. Juni 2017
Autor dpa
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