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Vereinbarung mit Bund: Bahn soll schneller bauen

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Konzernzentrale

Zentrale der Deutschen Bahn am Potsdamer Platz in Berlin (Foto: Volker Emersleben)

Die Deutsche Bahn soll schneller und kostengünstiger bauen. Dazu hat der Staatskonzern am Dienstag mit der Bundesregierung eine Finanzierungsvereinbarung für künftige Planungen geschlossen. Diese solle mittelfristig Kosten zwischen 170 und 270 Millionen Euro jährlich einsparen, sagte Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla in Berlin.

Nach der Vereinbarung werden bei Neu- und Ausbauprojekten ab 2018 anders als bisher Planungs- und Baukosten zusammen betrachtet. Die Bahn beteilige sich dann an jedem Vorhaben zu fünf Prozent mit Eigenmitteln, sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) in Berlin. Dies schaffe einen Anreiz, Baukostensteigerungen zu vermeiden. Bisher sei es so, dass die Bahn als Pauschale für die Planungskosten 18 Prozent der Bausumme erhalte.

Dobrindt erläuterte: «Verstärkte Planung bei einem Projekt ist bisher nicht attraktiv, wenn sie nur der Planungsbeschleunigung dient.» Die neue Vereinbarung ändere das. Durch sie muss die Bahn Strafen zahlen, wenn sie festgelegte Baufortschritte nicht einhält.

«Wir machen feste Terminzusagen für einzelne Projekte, für einzelne Bauphasen», sagte der Bahnmanager Pofalla. Die Projektlaufzeiten sollten im Durchschnitt um ein bis zwei Jahre verkürzt werden. Das geschehe auch dadurch, dass die Bürger mit ihren Einwendungen bereits frühzeitig in Neubauprojekte einbezogen würden. Der Bundestag könne dies entsprechend früher bei seinen Beschlüssen berücksichtigen.

Dobrindt fügte hinzu, es gehe darum, die günstige Haushaltslage zu nutzen, um das Schienennetz zu verbessern. Derzeit dauere es zu lange, bis Projekte fertig geplant und damit baureif seien.

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Datum 26. Juli 2017
Autor dpa
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