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Vorerst keine größeren Zukäufe bei HeidelbergCement

Der Baustoffkonzern HeidelbergCement will auch zukünftig wachsen. “Unser Schwerpunkt bei Investitionen liegt bei Zement in den Schwellenländern”, sagte Unternehmenschef Bernd Scheifele am Dienstag, den 20. November. Dabei gehe aber es nicht um Zukäufe, sondern um den Ausbau der Kapazitäten. “Die Zeit von großen Übernahmen ist vorbei.” In der Vergangenheit waren Baustoffkonzerne im Geschäft mit Zuschlagsstoffen durch große Übernahmen gewachsen. So hatte HeidelbergCement 2007 den britischen Konkurrenten Hanson für rund 14 Milliarden Euro übernommen.

Ausbauen will Scheifele sein Zementgeschäft vor allem in Asien, aber auch in Afrika. Bis 2013 soll die Kapazität bei Zement schrittweise um 10 Millionen Tonnen erhöht werden. HeidelbergCement setzt bereits mehr als 40 Prozent seines Konzernumsatzes in Schwellenländern um. Fast zwei Drittel des operativen Ergebnis (EBITDA) erwirtschaftet der Konzern in diesen Ländern.

Die Gefahr einer Immobilienblase in Deutschland sieht Scheifele derzeit nicht. “In Deutschland sind wir von einer Immobilienblase weit weg”, sagte er. “Bei uns sind Immobilien im internationalen Vergleich noch billig.” Der deutsche Wohnungsbau profitiert derzeit vor allem von den niedrigen Bauzinsen. Zudem legen Investoren ihr Geld wegen der Eurokrise zunehmend in Immobilien an. “Sie vertrauen dem Euro nicht”, fügte Scheifele hinzu.

Der HeidelbergCement-Chef sieht zukünftig Wachstumschancen für sein Unternehmen in den drei großen Megatrends Bevölkerungsanstieg, Verstädterung und Infrastrukturausbau. Ende September beschäftigtn der Baustoffkonzern weltweit knapp 54.000 Mitarbeiter.

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Datum 21. November 2012
Autor dpa
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