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Vorschau: Baukulturwerkstatt in Mainz am 10. und 11. Mai: Historische Schichten der Stadt

Reger Austausch bei der Baukulturwerkstatt.

Reger Austausch bei der Baukulturwerkstatt. (Foto: Till Budde)

Am 10. und 11. Mai diskutiert die Bundesstiftung Baukultur im Rahmen der Baukulturwerkstatt Ideen, Konzepte und Beispielprojekte zum Thema „Historische Schichten der Stadt“ in Mainz. Ziel der Veranstaltung ist es, das Erkennen und Bewerten von städtebaulichen Epochen zu reflektieren und Konzepte zur Berücksichtigung vorhandener Strukturen als Teil einer ganzheitlichen Stadt- und Freiraumplanung zu erarbeiten.

Etwa drei Prozent der Gebäude in Deutschland sind Baudenkmale. Dreißig Prozent unserer gebauten Umwelt gelten als erhaltenswerter Bestand. Dieser Bestand und die Alltagsarchitektur prägen den Großteil der Lebensräume und tragen zu Identität und Wohlbefinden bei.

„Jede Gesellschaft entscheidet immer wieder neu darüber, in welchem Zustand sie das gebaute Erbe ihren Nachfahren hinterlässt. Unsere Städte und Dörfer sind somit Abbild unseres Wertesystems. So, wie wir sie gestalten, prägen sie uns und nachfolgende Generationen“, so Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur.

Den „Historischen Schichten der Stadt“ widmet sich die Bundesstiftung Baukultur deshalb in ihrer nächsten Baukulturwerkstatt in Mainz. Den Auftakt bilden am 10. Mai zwei Spaziergänge zu den Themen Stadtschichten und Stadtreparatur. Anschließend laden das Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz und die Bundesstiftung Baukultur gemeinsam zum Abendempfang in den Brückenturm Mainz ein. Grußworte sprechen Doris Ahnen, Finanz- und Bauministerin Rheinland-Pfalz sowie Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer und stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende der Bundesstiftung Baukultur. Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz führt mit einem Keynote unter dem Titel „Historische Schichten der Stadt – Ein Blick auf Mainz und Trier“ in das Veranstaltungsthema ein. Dr. Annika Wehrle und Malin Nagel folgen mit einem performativen Projekt.

Am 11. Mai findet der Werkstatttag in Kooperation mit der Landeshauptstadt Mainz im Rathaus statt. Das markante und viel diskutierte Gebäude aus den 70er Jahren mit seinem Ratssaal in Form einer Arena bietet idealen Raum für Fachimpulse und Standpunkte, die anschließend im Austausch mit den Referenten an Werkstatttischen besprochen werden. Impulse geben u. a.  die Architektin Prof. Petra Kahlfeldt zu „Konservieren versus Rekonstruieren“ und Prof. Thomas Will, TU Dresden, zu „Barocke Planstadt und moderne Platte – Die Koexistenz der Schichten“. Das 500 Hektar Konversionsprojekt Mannheimer Franklin Quartier und das Gründungsviertel im UNESCO-Weltkulturerbe „Lübecker Altstadt“ werden u.a. als Projekte vorgestellt. Schwerpunkte weiterer Impulse liegen im Stadtmarketing, in der Bauforschung, der Digitalisierung des Denkmalschutzes.

Zuvor begrüßen Marianne Grosse, Beigeordnete des Dezernats Bauen, Denkmalpflege und Kultur der Landeshauptstadt Mainz und Gerold Reker, Präsident der Architektenkammer Rehinland-Pfalz.

“Ich bin sehr glücklich darüber, dass die Bundesstiftung Baukultur das geschichtlich so bedeutsame Mainzer Rathaus als Ort für die Baukulturwerkstatt ausgewählt hat. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude von Arne Jacobsen wird sicher einen interessanten Rahmen für die Veranstaltung bieten. Mainz ist eine dynamische Stadt, die sich bei zahlreichen, in historischem Umfeld anstehenden Bauaufgaben dem Thema Baukultur widmet”, so Marianne Grosse, Beigeordnete des Dezernats Bauen, Denkmalpflege und Kultur der Landeshauptstadt Mainz.

Die Baukulturwerkstätten sind das zentrale Veranstaltungs- und Arbeitsformat der Bundesstiftung Baukultur. Mit Impulsvorträgen und beispielgebenden Projekten bieten sie eine Plattform, auf der übertragbare Lösungsansätze vermittelt und diskutiert werden. Mit „Historische Schichten der Stadt“ veranstaltet die Bundesstiftung Baukultur die erste Baukulturwerkstatt in der Reihe „Erbe.Bestand.Zukunft“ – dem Themenrahmen des Baukulturberichts 2018/19.

Die Bundesstiftung Baukultur lädt herzlich Experten und die interessierte Öffentlichkeit zur Veranstaltung ein. Die Architektenkammer Rheinland-Pfalz vergibt fünf Punkte für die Teilnahme am Werkstatttag, einen Punkt für die Teilnahme am Vorabendempfang und einen Punkt für die Teilnahme am Stadtspaziergang.

Die Mitwirkung ist kostenfrei.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Das Programm in Kürze:

Mittwoch, 10. Mai 2017:

  • 14 Uhr: Stadtspaziergänge durch Mainz, Treffpunkt Rathaus, Jockel-Fuchs-Platz 1
  • 18 Uhr: Vorabendempfang, Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz im Brückenturm Mainz, Rheinstraße 55

Donnerstag, 11. Mai 2017:

  • 9 bis 17.30 Uhr: Werkstatt-Tag, Rathaus Mainz, Jockel-Fuchs-Platz 1
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Datum 5. Mai 2017
Autor Bundesstiftung Baukultur e. V.
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