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BIM - Building Information Modeling, Vermischtes

2. Auflage erschienen: Technisches Positionspapier „BIM im Spezialtiefbau“

Positionspapier „BIM im Spezialtiefbau“

Positionspapier „BIM im Spezialtiefbau“ (Bild: Deutsche Bauindustrie e.V.)

Bereits vor drei Jahren veröffentlichte die Bundesfachabteilung Spezialtiefbau im Hauptverband der Deutschen Bau­industrie e.V. ein Technisches Positionspapier und bildete damit den Auftakt für eine Reihe branchenspezifischer Fachveröffentlichungen. Das Positionspapier „BIM im Spezialtiefbau“ fasst die Sichtweise und die Anforderungen bauaus­führender Spezialtiefbauunternehmen als Verwender und als Ersteller von digitalen Bauwerksinformationsmodellen zusammen und stellt diese zur Diskussion. Erschienen sind seither weiterhin die ­Positionspapiere „BIM im Hochbau“, „BIM im Straßenbau“ und „BIM im Leitungsbau“. In Vorbereitung ist ­aktuell ein Papier zum Ingenieur- und Brückenbau.

In der 2. Auflage wurde das Posi­tions­papier umfangreich inhaltlich ergänzt und um ein Klassifikationssystem erweitert. Durch diese Klassifikation können die Elementtypen eindeutig und einheitlich identifiziert werden. Modelle lassen sich einfacher und standardisiert auswerten.

Das modellbasierte Arbeiten und die konsequente Umsetzung der BIM-Methodik verändern das Planen und Bauen im Spezialtiefbau im Sinne einer Qualitätssteigerung durch Transparenz der Prozesse positiv für alle Beteiligten. Ein durchgängiger BIM-Prozess erfordert von allen Projektbeteiligten von Beginn an ein gemeinschaftliches und partnerschaftliches Denken und Handeln mit klaren Aufgaben und Schnittstellen. Hierzu zählen auch umfangreiche, durch den Bauherrn und dessen Fachplaner zu erbringende Vorleistungen in Form fachspezifischer Teilmodelle (u.a. Baugrund, Bestand). Diese Teilmodelle müssen digital weiter verarbeitbar übergeben werden.

Die Umsetzung der BIM Methodik im Spezialtiefbau erfordert aus Sicht der ausführenden Spezialtiefbauunternehmen:

  • Eine modellbasierte Projektbearbeitung ab Projektbeginn,
  • Ein digitales Baugrundmodell,
  • Ein einheitliches Klassifizierungs­system zur Typisierung der Bauteile im Spezialtiefbau,
  • Eindeutige Schnittstellen und Datenaustauschformate,
  • Vereinheitlichte Leistungsverzeich­nisse,
  • Inhaltlich abgestimmte Anwendungsfälle.

Das Positionspapier steht zum kostenfreien Download (in Deutsch oder ­Englisch) bereit unter: www.bauindustrie.de

 

 

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Datum 8. Januar 2021
Autor Geotechnik 4/20
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