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Wettbewerbe

Preise für junge Achterbahnbauer

Auszeichnung für Bayerns beste junge Achterbahnbauer: Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau kürte am 8. März 2019, die Gewinner des Schülerwettbewerbs Junior.ING. Die Landessieger vertreten Bayern im Bundeswettbewerb Mitte Juni.

Das bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat die Schirmherrschaft des Wettbewerbs Junior.ING übernommen. Das diesjährige Motto lautet „Achterbahn schwungvoll konstruiert“. Bayernweit stellten sich 25 Schulteams in zwei Alterskategorien der Herausforderung. Das beste Grundschulteam erhält einen Sonderpreis. Der Jury gehört auch der Ingenieur Werner Stengel an, der in rund 50 Berufsjahren mehr als 700 Achterbahnen weltweit geplant hat.
Dipl.-Ing. (Univ.) Michael Kordon, 1. Vizepräsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, Achterbahnspezialist Dr.-Ing. e.h. Werner Stengel, und der Juryvorsitzende Dr.-Ing. Ulrich Scholz überreichen die Urkunden und Preisgelder an folgende Teams:

Sieger in der Alterskategorie I (bis 8. Klasse)

  1. Platz: Crazy Train von Josef Mögele und Lukas Klimm vom Schmuttertal-Gymnasium Diedorf
  2. Platz: Wiesli von Jannie Wallenstein und Viola Wagner vom Schmuttertal-Gymnasium Diedorf
  3. Platz: Kingdom KLH von Katja Dörle, Lea Sommer und Hannah Schelhas vom Schmuttertal-Gymnasium Diedorf

Sieger in der Alterskategorie II (ab 9. Klasse)

  1. Platz: Frisbee von Ludwig Hellering, Daniel Henke und Benedikt Cuiper vom Otto-von-Taube-Gymnasium Gauting
  2. Platz: Silverheart von Nele Sierig, Lisa Gmeiner und Ria Yu vom Wilhelm-Diess-Gymnasium Pocking
  3. Platz: Zeus von Christoph Scheuböck und Tobias Tenzer vom Otto-von-Taube-Gymnasium Gauting

Sonderpreis Grundschule:

  • Sausebrause von Florian Blümel und Lena Kempinger von der Placidus-Heinrich-Grundschule Schierling


Die Preisträger im Überblick:
Alterskategorie I (bis 8. Klasse)

1. Platz: Crazy Train (Preisgeld: 250 Euro)
Josef Mögele und Lukas Klimm (beide 12 Jahre), Schmuttertal-Gymnasium Diedorf (Landkreis Augsburg)

 Crazy Train von Josef Mögele und Lukas Klimm, Schmuttertal-Gymnasium Diedorf

Crazy Train von Josef Mögele und Lukas Klimm, Schmuttertal-Gymnasium Diedorf (© Bayerische Ingenieurekammer-Bau )

 

Jurybegründung:
Das Sieger-Modell überzeugte in allen Bewertungskriterien durch seinen Gesamteindruck. Im Gegensatz zu den anderen Modellen zeichnet sich die Bahn durch eine lange Streckenführung aus. Innerhalb der Streckenführung wurde sogar ein Absturz realisiert. Weiterhin ist erwähnenswert, dass mit einem linearen Bauteil, „Schaschlikspießen“, eine für Achterbahnen typische gekrümmte Streckenführung realisiert wurde. Für die aus der Krümmung der Bahn sich ergebenden Fliehkräfte wurden seitliche Wände angeordnet. Insgesamt zeichnet sich das Modell durch eine sehr saubere Verarbeitung aus.

2. Platz: Wiesli (Preisgeld: 150 Euro)
Jannie Wallenstein (12 Jahre) und Viola Wagner (13 Jahre), Schmuttertal-Gymnasium Diedorf (Landkreis Augsburg)

Jurybegründung:
Die Wiesli Achterbahn besitzt eine kurze Fahrbahn, die in einer sehr originell gestalteten Umgebung angeordnet wurde. Die Kugel fliegt durch den Bierschaum und landet im Ketchup. Das Tragwerk der Bahn wurde einfach aber robust hergestellt, die verwendeten auch kleinteiligen Elemente sind sauber verarbeitet. Insgesamt ist ein Gesamtkonzept deutlich erkennbar, das technisch einwandfrei umgesetzt wurde.

3. Platz: Kingdom KLH (Preisgeld: 100 Euro)
Lea Sommer und Katja Dörle (beide 12 Jahre), Schmuttertal-Gymnasium Diedorf (Landkreis Augsburg)

Jurybegründung:
Kingdom KLH ermöglicht den Start der Kugel aus zwei unterschiedlichen Positionen heraus. Die Kugel rollt flüssig durch die Bahn und passiert dabei unterschiedliche Materialen bis sie im Königsstuhl zur Ruhe kommt. Der verwendete Bahnwerkstoff (mit Farbe versehendes Textil zum Erhalt einer Steifigkeit) ist besonders in seiner Originalität hervorzuheben. Die Bahn wird durch ein einfaches schlichtes Tragwerk gehalten, was seine Funktion vollumfänglich erfüllt.

Die Preisträger im Überblick: Alterskategorie II (ab 9. Klasse)

1. Platz: Frisbee (Preisgeld: 250 Euro)
Ludwig Hellering, Daniel Henke (beide 14 Jahre) und Benedikt Cuiper (15 Jahre), Otto-von-Taube-Gymnasium Gauting (Landkreis Starnberg)

 Frisbee, Ludwig Hellering, Daniel Henke und Benedikt Cuiper, Otto-von-TaubeGymnasium Gauting

Frisbee, Ludwig Hellering, Daniel Henke und Benedikt Cuiper, Otto-von-TaubeGymnasium Gauting (© Bayerische Ingenieurekammer-Bau)

Jurybegründung:
Frisbee überzeugte als Sieger der Wertung durch seine Besonderheiten in der Fahrtführung der Kugel. Der Einbau der Frisbee bringt durch den zufälligen Lauf der Kugel ein außergewöhnliches Element in die Bahngestaltung, was in der Bewertung der Originalität gewürdigt wurde. Eine Besonderheit ist auch die Wippe, welche eine Fahrtumkehr der Kugel bewirkt. Die Dynamik des Kugellaufs wurde von den Entwerfenden erkannt und analog zum Bau von Achterbahnen haben die Entwerfenden die Bahn in den Kurven überhöht gebaut. Das Tragwerk wurde schlicht und mit wenig unterschiedlichen aber geeigneten Materialien realisiert.

2 Platz: Silverheart (Preisgeld: 150 Euro)
Nele Sierig, Lisa Gmeiner und Ria Yu (alle 15 Jahre), Wilhelm-Diess-Gymnasium Pocking (Landkreis Passau)

Jurybegründung:
Das Modell Silverheart zeigt eine Vielfalt an funktionalen Bahnelementen. Die Bahn wird durch Seile gehalten, trotzdem wird eine stabile Kugelfahrt durch die Eigensteifigkeit der Bahn selbst erreicht. Die Bahn besteht aus Kunststoff ummantelten Stahldraht (Gartendraht). Die Bauart überzeugte die Jury durch seine Einfachheit und seine Eignung für den verwendeten Zweck. Mit dem Aufzug wird ein zweiter Lauf ermöglicht, aufgrund des nicht ganz überzeugenden Handlings gab es jedoch Abzüge. Insgesamt ein achtenswertes Modell, vor allem aufgrund seiner Originalität.

3. Platz: Zeus Christoph Scheuböck und Tobias Tenzer (beide 14 Jahre), Otto-von-TaubeGymnasium Gauting (Landkreis Starnberg) Preisgeld: 100 Euro

Jurybegründung:
Die Bahn Zeus wird als ein sehr solides, sauber ausgearbeitetes Modell von der Jury bewertet. Der Verlauf der Kugel ist sehr zuverlässig und ruhig, was auch bei Achterbahnen als wesentliches Kriterium im Entwurf zählt. Die Charakteristik einer Kugelbahn in den Kurven wurde durch den Einbau einer Beischiene berücksichtigt. Im Vergleich zur sehr robusten Konstruktion trat die Originalität im Entwurf leider etwas in den Hintergrund, was zu leichten Abstrichen in der Bewertung führte.

Sonderpreis
Grundschule Sausebrause
Florian Blümel und Lena Kempinger (beide 7 Jahre) von der Placidus-HeinrichGrundschule aus Schierling (Landkreis Regensburg)
Preisgeld: 100 Euro

 Die Jury des Schülerwettbewerbs Junior.ING mit den Siegermodellen der beiden Alterskategorien. Von links nach rechts: Dr.-Ing. Manuela Hackenberg M.Sc., Dr.Ing. Ulrich Scholz (Juryvorsitzender), Hedwig Balogh, Dr.-Ing. e.h. Werner Stengel, Dr.-Ing. Christian Stettner, Prof. Dr.-Ing. Jörg Jungwirth

Die Jury des Schülerwettbewerbs Junior.ING mit den Siegermodellen der beiden Alterskategorien. Von links nach rechts: Dr.-Ing. Manuela Hackenberg M.Sc., Dr.Ing. Ulrich Scholz (Juryvorsitzender), Hedwig Balogh, Dr.-Ing. e.h. Werner Stengel, Dr.-Ing. Christian Stettner, Prof. Dr.-Ing. Jörg Jungwirth (© Bayerische Ingenieurekammer-Bau )

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Datum 8. März 2019
Autor Bayerische Ingenieurekammer-Bau
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