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Fernsehtipps der Woche

Architekturfotografie, sozialer Wohnungsbau und das Problem mit den öffentlichen Baukosten

Filip Dujardin ist ein Meister darin, Häuser zu erschaffen, die es so nicht geben kann. Wie konnte es passieren, dass man den sozialen Wohnungsbau so lange vernachlässigt hat? Und öffentliche Bauprojekte – immer teurer als geplant? Viel Vergnügen mit unseren Fernsehtipps der Woche!

Baustelle für den Wohnungsbau auf dem Gelände vom ehemaligen RAW (Reichsbahnausbesserungswerk) in Potsdam

Baustelle für den Wohnungsbau auf dem Gelände vom ehemaligen RAW (Reichsbahnausbesserungswerk) in Potsdam (Foto: B. W. Schneider)


 

 

 

 

 

 

 


Letzte Woche
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XXL-Giganten: Superbauten

Außergewöhnliche Bauwerke

Meilensteine der Technik: Die ersten Großbaustellen

Super-Bauten: Das alte Ägypten
Fernsehtipps vom 07.11. – 13.12.


Montag 07.11.

22.05 Uhr / MDR / Fakt ist…! Preiswert wohnen – nicht nur für Flüchtlinge

“Deutschland erlebt einen Bauboom. Doch während auch in ostdeutschen Städten Altbauten teuer saniert oder neue Stadtvillen hochgezogen werden, finden immer weniger Menschen Wohnraum, der noch bezahlbar ist. Seit Jahren herrscht Nachholbedarf, weil Menschen in die Städte abwandern, Zuwanderer zu uns kommen, Menschen im Alter kleinere, preiswerte Wohnungen brauchen. 400.000 Wohnungen pro Jahr müssten in Deutschland gebaut werden, um diesen Bedarf zu decken. Wie konnte es passieren, dass man den sozialen Wohnungsbau so lange vernachlässigt hat? Rächt sich jetzt, dass viele Kommunen ihre Wohnungsbestände verkauft oder abgerissen haben? Oder könnte man aus der Not gar eine Tugend machen und mit einem gigantischen Konjunkturprogramm unsere (Bau-)Wirtschaft weiter ankurbeln?”


Mittwoch 10.12.

20.45 Uhr / MDR / Immer teurer als geplant? Öffentliche Bauprojekte

“(…) Das Problem mit den öffentlichen Baukosten in Deutschland, sagt Klaus Grewe, liegt im System. Man baue meist nicht mehr auf der grünen Wiese, sondern in dichter städtischer Bebauung. ‘Die Kosten liegen manchmal gar nicht so sehr im Projekt selber, sondern bei den ganzen Rundumkosten, der Infrastruktur, Anpassungen, Genehmigungsprozessen. Das kostet unwahrscheinlich viel Aufwand in der Vorbereitung und Planung.’ Und dass gerade diese Planung nicht intensiv genug betrieben wird, ist für Grewe die Wurzel aller späteren Schwierigkeiten und Kosten. Aber lässt sich das nicht ändern? Warum werden gerade in den Planungsphasen Kosten gescheut, wenn die Erfahrung zeigt – dafür zahlt man später immer erheblich drauf? Und können die Fehler im System behoben werden?”

21.00 Uhr / NDR / Unsere Geschichte – Das Wasserviertel in Lüneburg

“Das Format ‘Unsere Geschichte – Hausbesuch’ erzählt die Geschichte bedeutender Dörfer, Straßen und Stadtviertel und taucht in den Alltag der heutigen Bewohner ein, in opulenten Bildern und mit völlig neuen Perspektiven. Eine ferngesteuerte Multikopterkamera liefert spektakuläre Aufnahmen der alten Gebäude. Lange zurückliegende Ereignisse werden in aufwändigen Graphic-Novel-Elementen wieder lebendig. (…)”


Samstag 11.12.

20.10 Uhr / n-tv / Super-Bauten: Das alte Rom

“Vom berühmten Kolosseum über die Caracalle-Therme bis hin zum Park der Aquädukte – überall in Rom ist die Antike spürbar. Auf den Spuren der alten Römer enthüllt die n-tv Dokumentation, wie es vor über 2000 Jahren möglich war, solch architektonische Wunder zu erbauen. Wissenschaftler, Historiker und Ingenieure entschlüsseln die Genialität der Bauherren und verraten, wie Komplex ihre Bauten wirklich sind”


Sonntag 12.12.

14.05. Uhr / N24 / Der Atlantikwall

“Vom Nordkap bis zur Biskaya: Über 5.000 Kilometer erstreckte sich Hitlers Atlantikwall entlang der West- und Nordküste Europas. In der Nazipropaganda symbolisierte das gewaltige Bauprojekt die Uneinnehmbarkeit der “Festung Europa” im 2. Weltkrieg. Rund 13.000 Bunker und Wehranlagen vor allem an der französisch-belgischen Kanalküste sollten eine See-Invasion der Alliierten verhindern. Am “D-Day” in der Normandie hielt das Bollwerk dem Angriff nicht einmal einen Tag lang stand …”

16.00 Uhr / BR / Traumhäuser – Ein Haus mit Kino

“Ganz großes Kino – das versprach das Bauvorhaben von Eva und Joachim Sonna aus der Oberpfalz. Das Schöne am Selberbauen ist ja, dass man sich oft auch sehr außergewöhnliche Wünsche erfüllen kann. Sie träumten von einem eigenen Lichtspielhaus im Haus. Das ist aber noch lange nicht alles, was dieses Projekt besonders macht. (…) Die vielen verschiedenen Einschnitte in den trotzdem kompakt wirkenden Baukörper schaffen eine Architektursprache, die modern und doch zeitlos ist. Die Bauherren lieben ihr Haus und genießen das hohe ästhetische Niveau und die Wohnqualität. Manchmal jedoch ziehen sie sich einfach im Schlabberlook in ihr kleines, dunkles, fensterloses Heimkino zurück und entschwinden in die Traumwelten des Films.”

16.50 Uhr / arte / Metropolis

“Filip Dujardin ist Kunsthistoriker, Architektur-Experte und Fotograf und ein Meister darin, Häuser zu erschaffen, die es so nicht geben kann: Mit dem Mittel der Fotomontage steigert er Wohnmaschinen im Stil von Le Corbusier ins Absurde, erfindet am Computer die französische Bäderarchitektur neu und lässt ein Regal aus Beton auf einem Hügel ruhen.
Der Belgier lichtet seit Jahren Gebäude in Europa ab. Nach und nach entwickelte er dabei einen feinen Sinn für Absurditäten bebauter Orte und begann diese zu hinterfragen. Dabei arbeitet er teilweise mit anderen Künstlern zusammen, zum Beispiel dem Architektenduo Gijs & van Vaerenbergh. Vor allem aber erschafft er eine eigene Bilderwelt, in der er das Erbe der Moderne mit viel Humor und Hintersinn in Frage stellt, mit den Mitteln der Fotomontage, des Computerdesigns und auch der Rauminstallation. (…)”

 

 

 

 

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Datum 7. Dezember 2015
Autor jk
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