momentum magazin für Bauingenieure präsentiert von Ernst & Sohn
Vermischtes

Baukulturbericht 2020/21 „Öffentliche Räume“ vorgestellt

Die Bundesstiftung Baukultur hat per Livestream den neuen Baukulturbericht 2020/21 „Öffentliche Räume“ vorgestellt. Der Bericht thematisiert Bedingungen und Herausforderungen für lebendige und vielfältige öffentliche Räume. Angesichts des klimatischen und des demografischen Wandels und angesichts neuer Mobilitätsformen geht es um die Frage, wie Plätze, Verkehrsflächen, Grünanlagen und andere frei zugängliche Orte zukunfts- und menschengerecht neu- oder umgestaltet werden können. Der Bericht liefert Ergebnisse aus Bevölkerungs-, Kommunal- und IHK-Umfragen und zeigt gute Beispiele aus der ganzen Republik. Außerdem bietet er Handlungsempfehlungen, die sich an Politik, Planende, Bauschaffende, Nutzende und Kommunen richten.

Der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung Baukultur Reiner Nagel übergibt der Bau-Staatssekretärin Anne Katrin Bohle den Baukulturbericht 2020/21

Der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung Baukultur Reiner Nagel übergibt der Bau-Staatssekretärin Anne Katrin Bohle den Baukulturbericht 2020/21 (Foto: Bundesstiftung Baukultur / Till Budde)

„Wir nehmen Baukultur überwiegend in öffentlichen Räumen oder von innen aus wahr“, erläutert Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur. „Parks, Plätze, Sportanlagen, aber auch Brücken, Straßen und Wege müssen als Gemeinschaftsgut eine höhere Wertschätzung und Priorität genießen.“ Besonders wichtig dabei sei, diese Räume ständig funktional und gestalterisch zu verbessern – „denn als Alltagsräume prägen sie uns und unser Zusammenleben“. In der Corona-Zeit zeige sich besonders, wie wichtig gut gestaltete Freiflächen als Lebensräume und frei zugängliche Ausweichorte vor der eigenen Haustür sind.

Ingenieure und Baufirmen gestalten den öffentlichen Raum: Feuerstein Arena Schierke

Ingenieure und Baufirmen gestalten den öffentlichen Raum: Feuerstein Arena Schierke (Foto: Bundesstiftung Baukultur / Andreas Meichsner)

„Mit dem neuen Baukulturbericht hat die Stiftung ein oft unterschätztes Thema aufgegriffen, das maßgeblich zur Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden beiträgt“, sagt Anne Katrin Bohle, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, und Stiftungsratsvorsitzende der Bundesstiftung Baukultur. „Öffentliche Räume sind urdemokratische Räume ­– ihre Gestaltung hat deshalb eine besondere Bedeutung.“

Der Baukulturbericht 2020/21 ist der vierte offizielle Statusbericht zur Lage der Baukultur in Deutschland, den die Bundesstiftung der Bundesregierung vorlegt. Er wurde ebenfalls diese Woche im Bundeskabinett behandelt und an den Bundestag und Bundesrat weitergeleitet.

Der Baukulturbericht entstand in einem vielschichtigen Arbeitsprozess unter Mitwirkung verschiedener Experten und Gremien. Beraten wurde die Stiftung von ihrem Beirat sowie Vertretern aus Kammern und Verbänden. Die öffentliche Diskussion des Themas „Öffentliche Räume“ fand bundesweit in drei Baukulturwerkstätten statt.

Ingenieure und Baufirmen gestalten den öffentlichen Raum: Kienlesbergbrücke Ulm

Ingenieure und Baufirmen gestalten den öffentlichen Raum: Kienlesbergbrücke Ulm (Foto: Bundesstiftung Baukultur / Andreas Meichsner)

Der Baukulturbericht 2020/21 steht in thematischem Bezug zu seinen drei Vorgängerberichten: „Gebaute Lebensräume der Zukunft: Fokus Stadt“ (2014/15) befasst sich mit den baukulturellen Herausforderungen für die boomenden Städte und „Stadt und Land“ (2016/17) berücksichtigt die spezifischen Anforderungen ländlicher Räume. Mit dem Baukulturbericht „Erbe – Bestand – Zukunft“ (2018/19) rückt die Bundesstiftung den Umgang mit dem gebauten Bestand und Erbe als Ausgangspunkt einer integrierten, sozial verträglichen, gestalterisch wertvollen und ökologisch nachhaltigen Stadtentwicklung in den Mittelpunkt.

Weitere Informationen zum Baukulturbericht 2020/21 „Öffentliche Räume” finden Sie hier.

Schreibe einen Kommentar…