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BMU-Förderprogramm „Dekarbonisierung in der Industrie“

Warum wird gefördert?

Mit dem Förderprogramm „Dekarbonisierung in der Industrie“ unterstützt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) die energieintensive Industrie in Deutschland beim Transformationsprozess hin zur Treibhausgasneutralität.

Die energieintensive Industrie ist ein Grundpfeiler der deutschen Wirtschaft. Mit ihren hohen energie- und prozessbedingten CO2-Emissionen steht sie bei der Dekarbonisierung vor einer besonderen Herausforderung. Als zweitgrößter Verursacher von Treibhausgasemissionen in Deutschland ist der Industriesektor ein entscheidender Faktor für die Erreichung des gesetzlich festgeschriebenen deutschen Klimaschutzziels 2030 und des Ziels der Treibhausgasneutralität 2050.

Das Förderprogramm „Dekarbonisierung in der Industrie“ soll dazu beitragen, deutsche Industriestandorte klimafreundlich und zukunftsfähig zu entwickeln sowie Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Derzeit stellt die Bundesregierung dafür Fördermittel von insgesamt rund 2 Mrd. Euro aus dem Energie- und Klimafonds (EKF) zur Verfügung.

Was wird gefördert?

Mit dem Programm fördert das BMU Projekte in der energieintensiven Indus­trie, die prozessbedingte Treibhausgasemissionen, welche nach heutigem Stand der Technik nicht oder nur schwer vermeidbar sind, möglichst weitgehend und dauerhaft reduzieren.

Wer wird gefördert?

Im Förderprogramm „Dekarbonisierung in der Industrie“ sind Unternehmen in Branchen der gewerblichen Wirtschaft antragsberechtigt, die vom Anwendungsbereich des EU-Emissionshandels erfasst sind und prozessbedingte Emissionen aufweisen. Hierbei handelt es sich um Unternehmen aus den Sektoren Stahl, Chemie, Nichteisen-Metalle, Kalk und Zement sowie aus weiteren energieintensiven Branchen. Zuwendungsempfänger müssen eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland haben. Projekte, für die eine Förderung beantragt wird, müssen in Deutschland umgesetzt werden. Konsortien von Unternehmen sind ebenfalls antragsberechtigt.

Auch Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen können als Projektpartner eingebunden werden.

Wie wird gefördert?

Die Förderung wird als Zuschuss/Investitionszuschuss im Rahmen einer Anteilfinanzierung gewährt. Mit der Durchführung des Förderprogramms wurde das Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) als Geschäftsbereich der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH vom BMU beauftragt.

Weitere Informationen zum Förderprogramm: www.foerderprogramm-dekarbonisierung.de

 

 

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Datum 10. Februar 2021
Autor Beton- und Stahlbetonbau aktuell 2/21
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