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Bundesregierung plant strengere Energie-Einspar-Vorschriften für Neubauten

Wärmedämmung

Wärmedämmung (Foto: Jürgen Fälchle)

Die Bundesregierung will einem Zeitungsbericht zufolge voraussichtlich im kommenden Jahr strengere Energie-Einspar-Vorschriften für Neubauten einführen. Bauherren sollen demnach verpflichtet werden, den jährlichen Energiebedarf der Gebäude ab 2014 um 12,5 Prozent und ab 2016 um weitere 12,5 Prozent zu senken. Das berichtet die «Rheinischen Post» (Samstag, den 2. Februar) und beruft sich auf den jüngsten Entwurf für die seit längerem geplante neue Energieeinsparverordnung (Enev). Die Regelung soll für Neubauten gelten. Für den Gebäudebestand seien keine schärferen Regeln geplant.

Die Anhebung der Energiestandards werde den jährlichen Investitionsaufwand von Bauherren um etwa 234 Millionen Euro erhöhen, heißt es laut Zeitung im «Enev»-Entwurf. Die Bundesregierung gehe von «Mehrkosten pro Wohngebäude von bis zu etwa 1,7 Prozent» aus. Um die Einsparziele zu erreichen, hätten Bauherren und Planer auch künftig weitgehend freie Hand. Zu den Varianten gehören mehr Wärmedämmung an den Hauswänden oder der Einbau von Fenstern mit Dreifachverglasung.

Nachtspeicheröfen in Gebäuden mit mehr als sechs Wohneinheiten sollen ab 2020 verboten werden, hieß es weiter. Die Verordnung sehe aber eine Reihe von Ausnahmen vor.

Das Bundeskabinett wolle die Verordnung am kommenden Mittwoch verabschieden, schreibt die «Rheinische Post». Der Bundestag solle die Neuregelungen vor der Sommerpause beschließen, doch sei mit Widerstand im Bundesrat zu rechnen. Inkrafttreten werde die Verordnung daher frühestens im ersten Quartal 2014, hieß es in Regierungskreisen.

Datum 4. Februar 2013
Autor dpa
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