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BVG prüft weiter Hochhaus-Bau auf dem Alexanderplatz

Gewinnerentwurf Gehrys für Kleeblatt-Turm am Alex

Gewinnerentwurf Gehrys für Kleeblatt-Turm am Alex (Foto: Gehry Partners LLP)

Der Hochhausbau auf dem Alexanderplatz nach Plänen des amerikanischen Architekten Frank Gehry bleibt ungewiss. Die BVG will weiter prüfen, ob von dem Bau eine Gefahr für den in der Nähe verlaufenden U-Bahntunnel ausgeht. Es soll nach baulichen Alternativen gesucht werden, die das Risiko für die U-Bahn gegen null minimieren. Das hat der BVG-Aufsichtsrat beschlossen, wie ein Sprecher der Wirtschaftsverwaltung am Donnerstag erklärte. Zuvor hatten die “Berliner Zeitung” und der Rundfunk-Berlin Brandenburg (rbb) über die Entscheidung berichtet.

Das Gebäude, das 150 Meter hoch werden soll, ist Teil des Masterplans für die Neugestaltung des Alexanderplatzes. Die Investorengruppe Hines bestreitet eine Gefahr für die U-Bahn und hat technische Schutzmaßnahmen und ein Versicherungskonzept zugesagt.

Im Falle einer Havarie könnten nach BVG-Annahmen durch das Grundwasser 17 U-Bahnstationen geflutet werden. Sollte die U-Bahnstation Alexanderplatz als Drehscheibe unter Wasser geraten, wäre zudem der gesamte U-Bahnverkehr beeinträchtigt. Die BVG befürchtet, dass es im Fundament des Hochhaus-Neubaus zu Setzungen und Rissen kommt. Solange diese Fragen nicht geklärt sind, ruht der Bebaungsplan für den Gehry-Turm.

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Datum 27. April 2018
Autor dpa
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