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Die Austro Moderne

technik-Museum und VDIDer Vortrag zeigt die bisher wenig beachteten Innovationen im Fahrzeugbau (Porsche) und Flugzeugbau (die Taube von Etrich) in Wien auf. Im Flugzeugbau war Österreich um 1910 führend. Die erste Taube, die vom Berliner Flugfeld Johannisthal aufstieg, kam zerlegt per Eisenbahn aus Wien.

Auf der fachlichen Ebene werden die Innovationen von Ferdinand Porsche beschrieben, der zunächst von der Pariser Weltausstellung preisgekrönte Elektroautos bei der Firma Lohner baute, ehe er sich den Benzin-getriebenen Automobilen bei Austro-Daimler in Wiener Neustadt zuwandte, Er machte sich mit der Konstruktion von Rennwagen einen Namen.

Auf der strategischen Ebene wird das Wirken von Camillo Castiglioni erörtert, der für die Innovationen das Kapital beschaffte. Der Vortrag streift das Automobil Tatra 87 (ausgestellt in der Pinakothek der Moderne in München) aus den Tatra-Werken in Nesselsdorf (Tschechoslowakei) in den 1930er Jahren und die innovativen Produktionskonzepte der Schuhfabrik Bata in Zlín, die weit über den Fordismus hinausgehen. Diese wichtigen Beiträge der Tschechischen Moderne gerieten durch 40 Jahre kommunistischer Herrschaft in Vergessenheit. In der NS–Zeit griff Porsche (bis 1934 tschechoslowakischer Staatsbürger) die von Wiener Ingenieuren entwickelte Stromlinienform für den Volkswagen auf.

Zur Anmeldung zum Zoom-Meeting am 11. März um 17:30 Uhr, veranstaltet vom VDI Berlin-Brandenburg, dem VDI-Arbeitskreis Technikgeschichte sowie Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Karl-Eugen Kurrer und PD Dr. phil. habil. Stefan Poser:

Die Austro Moderne – Konstrukteure und Industrielle im Innovations-Netzwerk Österreich – Tschechoslowakei – Deutschland 1900 bis 1939 | VDI

 

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Datum 5. März 2021
Autor Prof. Dr. Richard Vahrenkamp
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