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Die neue Büro-Erfahrung: Das ErlebnisReich im feco-forum

Arbeitswelt im Umbruch: Das Gesicht der Arbeit ändert sich nicht erst seit COVID 19. Spätestens die New Work Bewegung hat in den vergangenen Jahren in vielen Unternehmen Überlegungen dazu angestoßen, was das für das eigene Büro bedeutet. Im Frühjahr 2020 holte dann der Beginn der Pandemie all das erneut auf den Prüfstand.

Angesichts der Beliebtheit und des unübersehbaren Erfolgs des Homeoffice fragen sich Unternehmer und Arbeitsexperten nun weltweit: Brauchen wir künftig überhaupt noch ein Büro? Fest steht, die Pandemie hat unseren Blick auf diese Frage verändert, dennoch sollte er nicht darauf beschränkt bleiben. Denn schon vor der Ausbreitung des COVID-Virus’ gab es eindeutige Entwicklungen in Richtung mobilen Arbeitens und flexibler Bürogestaltung.

Seit 2016 ist Kaun-Feederle Marketingleiter des Systemtrennwand-Spezialisten und Büroeinrichters feco-feederle und setzt sich mit der Zukunft der Wissensarbeit auseinander.

Seit 2016 ist Kaun-Feederle Marketingleiter des Systemtrennwand-Spezialisten und Büroeinrichters feco und setzt sich mit der Zukunft der Wissensarbeit auseinander. (Foto: Pete Ruppert)

Die Frage bleibt also: Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Als Büroexperten treibt uns das besonders um. Und wir haben uns aufgemacht, unsere eigene Vision vom Büro der Zukunft in die Gegenwart zu holen: als multifunktionale Arbeitslandschaft „ErlebnisReich“ in unserem Verwaltungs- und Veranstaltungsgebäude feco-forum in Karlsruhe. Dieses ist konzipiert als Marktplatz für Architekten, Planer, Bauherren, Investoren und Nutzer auf der Suche nach den richtigen Raumkonzepten. Hier werden neue Ideen geboren und Bisheriges infrage gestellt.


Innovation braucht Raum

Lange Zeit wurde das Homeoffice kritisch beäugt. Mitarbeiter von zu Hause arbeiten zu lassen, hieß für Vorgesetzte, Kontrolle abgeben und auf Eigenverantwortung vertrauen zu müssen. Das Büro im Unternehmen blieb daher der bevorzugte und anerkanntere Arbeitsort.

Mit dem ersten Lockdown änderte sich diese Betrachtungsweise vielerorts schlagartig. Tatsächlich verbesserte es bei vielen Beschäftigten sogar die Produktivität, ungestört in den eigenen vier Wänden arbeiten zu können. Und langsam setzt sich die Erkenntnis durch: Präsenz wird von Ergebnis abgelöst.

Nicht nur für Scrum-Master: Agile Teamfläche im Herzen des Unternehmens.

Nicht nur für Scrum-Master: Agile Teamfläche im Herzen des Unternehmens. (Foto: FECO, Nikolay Kazakov)

Trotz oder gerade durch die Erfahrungen im Homeoffice bevorzugt die Mehrheit jedoch weiterhin das gemeinsame Büro als vorrangigen Arbeitsort (IBA). Denn selbst moderne Kommunikationstechniken können den zwischenmenschlichen Austausch, den es für einen emotionalen Zusammenhalt und eine fruchtbare Zusammenarbeit braucht, nicht dauerhaft ersetzen.

Und die Zahlen sprechen für sich: 85 % aller großen Innovationen sind im persönlichen Dialog entstanden (IBA). Innovationen brauchen also Interaktionen – und den Raum dafür. Dabei stehen digitales und persönliches Miteinander nicht im Widerspruch, sondern werden vielmehr zu zwei Seiten derselben Medaille.


Das Büro als Erfahrungsraum

Im Büro von morgen geht es nicht darum, Arbeitsräume zu ersetzen oder Flächen zu reduzieren. Für Trendexpertin Birgit Gebhardt besteht die Herausforderung vielmehr darin, sie zu Interaktionsräumen weiterzuentwickeln. Orte, an denen Begegnungen miteinander und mit allen Sinnen stattfinden können. Dafür zieht sie in ihrer Studie „New Work Order“ Parallelen zum Ökosystem eines Dorfes.

Damit das Atmosphärische stimmt: Das neue ErlebnisReich ist von Bergwelten inspiriert.

Damit das Atmosphärische stimmt: Das neue ErlebnisReich ist von Bergwelten inspiriert. (Foto: FECO, Nikolay Kazakov)

Mehr denn je brauchen wir künftig Arbeitsräume, die uns nicht einfach nur Flächen zum Arbeiten und Lernen bereitstellen. Wir benötigen produktive Räume mit dem Faktor Mensch. Arbeitsumgebungen, die ganz bewusst so variantenreich gestaltet sind, dass sie unsere Sinne anregen. Kurz: Wir brauchen Erfahrungsräume.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Wechselwirkung zwischen Mensch und Raum. Denn spätestens im Homeoffice haben wir gemerkt, wie viel eine wohnliche Umgebung, in der wir uns wohlfühlen, zur Qualität unserer Arbeit beiträgt. Mit der richtigen Einrichtung lässt sich dieser Well-Being-Effekt auch ins Büro übertragen.


Eine hybride Arbeitswelt für jede Anforderung

Zukunftsfähige Büroflächen bieten ihren Nutzern Freiräume. Mehr noch: Sie werden für sie zur Bühne. Gelingt dabei das Wechselspiel zwischen Distanz- und Präsenzarbeit, entstehen ideale Umgebungen für das Agile Arbeiten.

Teil der hybriden Arbeitswelt: Meetingraum Schwarzwald mit gerundeten Glaswänden fecoplan

Teil der hybriden Arbeitswelt: Meetingraum Schwarzwald mit gerundeten Glaswänden fecoplan (Foto: FECO, Nikolay Kazakov)

Nach dieser Vorlage entwickelte feco auch seine Vision für das ErlebnisReich im feco-forum: als hybride Arbeitswelt mit Erlebnis- und Aufenthaltsqualität. Mit Räumen und Raumzonen ohne festgelegte Sitzplätze oder Funktionen. Vielmehr überlassen sie die Verantwortung ihren Nutzer:innen, diesen je nach Tätigkeit die passende Funktion zuzuweisen: Konzentration, Team, Co-Kreation, Meeting, Kommunikation oder Gemeinschaft.

 

So vielfältig das Tätigkeitsspektrum, so vielfältig also auch das Raumangebot. Keiner der sechs Bereiche des ErlebnisReichs gleicht dem anderen. Raumgröße, Oberflächen, Materialien, Möbel – jede Zone wurde individuell gestaltet und ausgestattet und passt sich so flexibel an wechselnde Anforderungen an.

Zusammen getrennt: Kleiner Meetingraum und temporärer Rückzugsort

Zusammen getrennt: Kleiner Meetingraum und temporärer Rückzugsort (Foto: FECO, Nikolay Kazakov)

 

ein prima Klima ohne gute Akustik: Glas-Schallschirme fecophon grenzen die wandorientierte Teamfläche ab.

Glas-Schallschirme fecophon grenzen die wandorientierte Teamfläche ab. (Foto: FECO, Nikolay Kazakov)

Neue Flächenperspektiven

Eine flexible Raumgestaltung bedeutet keineswegs, dass mehr Platz benötigt wird. Im Gegenteil: Durch eine nutzerzentrierte Aufteilung kann der Raum letztlich sogar effizienter genutzt werden. So liegt dem ErlebnisReich ein typischer Büro-Grundriss mit Achsen im Raster von 1,35 m zugrunde. Erst das besondere Layout mit den feco-Trennwänden verschiebt die Grenzen des bislang Gewohnten.

Wo klassische Büros auf dieser Fläche 12 Arbeitsplätze in sechs Doppelbüros schaffen würden, verteilt das ErlebnisReich diese auf zwei große Teamflächen mit je sechs Arbeitsplätzen. Zusätzlich sind dadurch fünf weitere Räume für Einzel-, Tandem- und Teamarbeit entstanden.

Von Dünen inspiriert: pinnbare Filzoberfläche

Von Dünen inspiriert: pinnbare Filzoberfläche (Foto: FECO, Nikolay Kazakov)

Das zeigt: Um ein Büro fit für die Zukunft zu machen, braucht es keine neuen Räumlichkeiten, sondern eine neue Perspektive. Mit einem dynamischen Raumkonzept und den passenden Trennwänden kann sich so jedes Büro zu einer hybriden Arbeitslandschaft wandeln!

www.feco.de

ErlebnisReich-Film auf youtube.com

 

 

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Datum 9. Juli 2021
Autor Sven Kaun-Feederle, MBA
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