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Die Wärme künstlichen Lächelns: Roboter und Emotionen

technik-Museum und VDI

Roboter zählen zu den technischen Artefakten, die erhebliche Emotionen wecken. Sorge und Angst sind dabei gepaart mit Faszination. Hilfsbereitschaft und Unterstützung zählen ebenso zu menschlichen Reaktionen wie Ablehnung, ja sogar Zerstörung. Dies scheint schon seit Beginn der Roboterentwicklung in den 1930er Jahren charakteristisch. Welche Ursachen haben die vielfältigen, intensiven Reaktionen?

Emotionen sind inzwischen ein Thema der Roboterentwicklung: Seit einigen Jahren werden Roboter im Rahmen der KI-Forschung darauf programmiert, menschliche Emotionen und Handlungen zu erkennen und mithilfe interaktiver Programme darauf zu ‚reagieren‘. In Anbetracht der rasanten Entwicklung der Robotik und ihrer zunehmenden Aufgabengebiete ist dies geboten: Industrieroboter sollen durch sogenannte Co-Worker ergänzt werden, die keinen abgeschirmten Sicherheitsbereich mehr benötigen, sondern Hand in Hand mit Menschen arbeiten und auf sie reagieren. Auch im Dienstleistungsbereich und im Haushalt soll zunehmend Arbeit durch Roboter verrichtet werden können. Sogar Tätigkeiten, die hochgradige Qualifikationen voraussetzen, wie beispielsweise das Übersetzen von Fremdsprachen oder sogar das Operieren in der Medizin wird von Robotern übernommen oder unterstützt. Mit der Entwicklung autonomer Fahrzeuge steht eine Kulturtechnik, das herkömmliche Autofahren zur Disposition. Mit dem Postulat, 2050 ein Fußballspiel gegen eine menschliche Mannschaft zu gewinnen, wird eine Sportart in den Fokus der Roboterentwicklung genommen, die Emotionen auslöst wie kaum eine andere. Was bedeuten diese Entwicklungen für unsere Gesellschaft?

Emotional reagierende Menschen treffen auf scheinbar emotional reagierende Roboter. Entwickeln wir die Technik, die wir brauchen? – Und brauchen wir die Technik, die wir entwickeln? Der Vortrag soll aus technikhistorischer Perspektive einen Beitrag zur gesellschaftlichen Diskussion über Roboter leisten und deutlich machen, dass wir uns über wünschenswerte Ziele dieser Entwicklung verständigen müssen.

Zur Anmeldung zum Zoom-Meeting, veranstaltet vom VDI Berlin-Brandenburg, dem VDI-Arbeitskreis Technikgeschichte sowie Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Karl-Eugen Kurrer und PD Dr. phil. habil. Stefan Poser:

Die Wärme künstlichen Lächelns | VDI

Online, 17:30 Uhr

Zum Weiterlesen :

  • Marge Piercy: Er, Sie und Es. Hamburg: Argument Verlag 2016 (Argument Ariadne Literaturbibliothek).

Zur US-amerikanischen Schriftstellerin Marge Piercy s. Marge Piercy – Wikipedia

 

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Datum 1. März 2021
Autor PD Dr. phil habil. Stefan Poser
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