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Digitale Planung gegen Kostensteigerung bei Straßenbauprojekten

BIM

BIM (Foto: ohenze/fotolia)

Das baden-württembergische Verkehrsministerium geht neue Wege bei der Planung von großen Straßenbauprojekten. Bei der Verwirklichung der zweiten Gauchachtalbrücke bei Döggingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) wird komplett auf eine digitale Planung des 25 Millionen Euro teuren Bauprojekts gesetzt, wie das Ministerium am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Es komme ein Planungsinstrument namens Building Information Modeling (BIM) zum Einsatz. Als digitale Schnittstelle aller am Bau beteiligten Disziplinen werde dadurch der kontinuierliche Austausch von Informationen unter allen Beteiligten ermöglicht. Ändere ein Beteiligter etwas, könnten die anderen in Echtzeit sehen, welche Auswirkungen das auf ihren Bereich habe.

Mit Hilfe von BIM sollen Planungsfehler schneller entdeckt und vermieden und somit auch Kostensteigerungen verhindert werden. Vor dem Hintergrund von ungeahnten Kostensteigerungen bei Großprojekten wie dem künftigen Hauptstadtflughafen BER oder von Stuttgart 21 hatte das Bundesverkehrsministerium die Einführung digitaler Planungssysteme forciert. Zurzeit laufen entsprechende Modellprojekte im Straßenbau. Ziel des Bundes sei die Anwendung der BIM-Methode bei allen neu zu planenden Projekten ab dem Jahr 2020, teilte das Landesverkehrsministerium weiter mit.

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Datum 5. Januar 2018
Autor dpa
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