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Dumpinghonorare gefährden die Baukultur

BDBDer Europäische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden, dass die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)  in Teilen europarechtswidrig ist. Der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V. (BDB) sieht Qualitätseinbußen und Gefahren für den Verbraucherschutz und für die Sicherheit von Gebäuden und Ingenieurbauwerken auf Deutschland zukommen. Denn ohne Höchst- und Mindestsätze der HOAI, die einen verbindlichen Vergütungs- und damit Qualitätsrahmen setzen, wird der „Billigbau“ gefördert und die Baukultur geschwächt.

Der EuGH ist der Meinung, dass die Bundesrepublik Deutschland mit den Höchst- und Mindestsätzen für Planerinnen und Planer gegen die Dienstleistungsrichtlinie verstoßen und die Niederlassungsfreiheit behindern würde. Das Ziel dieser Richtlinie ist die Vereinfachung von Verwaltungsverfahren, die Stärkung der Rechte der Dienstleistungserbringer und Verbraucher sowie die Förderung des freien Dienstleistungsverkehrs in der Europäischen Union. Theoretisch klingt die Richtlinie also sinnvoll. In der Praxis erschließt sich jedoch in Bezug auf das Planungs- und Bauwesen ein anderes Bild.

„Der EuGH beanstandet mit seinem heutigen Urteil nicht die HOAI als solche, sondern kritisiert ausschließlich das gesetzliche Verbot, die Mindestsätze zu unter- beziehungsweise die Höchstsätze zu überschreiten. Mit diesem Urteil wird es in Zukunft legal sein, die Mindestsätze zu unterbieten, ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen. Die Gefahr ist groß, dass sich Planende einen ruinösen Unterbietungswettbewerb liefern. Der deutsche Markt wird für Billiganbieter geöffnet. Man mag sich gar nicht ausdenken, wo und auf wessen Kosten seriöse Planungsbüros künftig sparen sollen, um diesen Wettbewerb zu bestehen. Wir dürfen jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern müssen einen kühlen Kopf bewahren und einen Weg finden, die Architekten und Ingenieure noch besser zu unterstützen, um die Qualität und die Planungskultur in Deutschland zu erhalten“, ermutigt der im Juni 2019 neu gewählte BDB-Präsident Christoph Schild.

Für das Honorar kann und sollte weiterhin die HOAI als Orientierung dienen. Der Austausch und das Netzwerk unter Kollegen könnte nun an Bedeutung gewinnen. Letztendich muss jeder Planende entscheiden, wie er oder sie wirtschaftlich arbeiten kann und die Kosten deckt, um den Bürobetrieb aufrecht zu erhalten. Im Fokus müssen immer die Qualität und ein realistisches Preis-Leistungs-Verhältnis stehen. Denn auch die Auftraggeber wollen gut beraten und sicher sein, dass sie sich auf ihre Planenden verlassen können, weil sie wissen: Wer an der Planung spart, baut am Ende teurer.

Der BDB fordert die Bundesregierung auf, sich an den Koalitionsvertrag zu halten, in dem zugesagt wird, die HOAI zu verteidigen. Der Apell ist ganz klar: „Die Regierung soll ihr Wort halten und sich für Architekten und Ingenieure auf europäische Ebene einsetzen, so dass die Honorare und die Qualität im Bauwesen gesichert werden. Das für die Planerinnen und Planer in Deutschland existentielle Thema darf nicht im ′Sommerloch′ untergehen“, so Schild. Der BDB fordert, dass sich die Bundesregierung für die Architekturschaffenden und Planenden einsetzt. Es geht um Gebäude, in denen gelebt und gearbeitet wird. Es geht um den Erhalt und die Fortentwicklung der technischen, ökologischen, ökonomischen, sozio- und baukulturellen Vielfalt und Qualität unserer gebauten Umwelt. Es ist die Pflicht der Regierung, dafür die entsprechenden Rahmenbedingungen zu erhalten.

Leserkommentare

  1. David Billstein | 8. Juli 2019

    Wenn ich mich in Europa umsehe, dann sehe ich auch außerhalb von Deutschland eine gute Baukultur und eine solide Qualität. Umgekehrt gibt – bzw. gab – es in Deutschland trotz HOAI außerreichend Mängel durch schlechte Objektüberwachung oder mangelhafte Planung… ganz abgesehen von der “Baukultur”, welche mancherorts den Stadtraum eher verschandelt, statt ihn zu fördern.

    Wieso wird diese Angst (hier) durch Berufsverbände und Kammern geschürt? Die HOAI bzw. insbesondere die Logik der Honorarzonen und (schlimmer noch) der prozentualen Verteilung in den Leistungsphasen entstammt einer Zeit, in der die Arbeit als Architekt gänzlich anders war.
    – kein CAD
    – weniger Anforderungen an Bauphysik
    – qualifizierte Handwerker auf Baustellen.

    Die Zeit von Prof. Pfarr (Vater der HOAI) ist lange vorbei. Die Arbeitsweisen insbesondere in den LP 1-4 (5) und in den LP 6-8 haben sich deutlich verändert.
    Bei Gebäuden zw. 10.000-2.000.000,- € Bausumme ist die Vergütung nach HOAI für LP 8 nicht auskömmlich.

    Zitat: “Wo ist eigentlich mein Bauleiter?”

    Wir sollten froh sein, dass die Mindest- und Höchstsätze beerdigt sind.
    Kein Richter konnte damit etwas anfangen, stets mussten Gutachter bemüht werden, welche in diesem komplexen Thema teils selbst überfordert waren.

    Endlich klare Verträge und klare Vergütungen.
    Stundensätze, Tagessätze, Monatspauschalen.

  2. Stephan Gläßner | 8. Juli 2019

    Die HOAI ist veraltet und total überfrachtet um die Leistungssumme zu verschleiern. Dem Kunden wird eine Tabelle vorgehalten mit den Worten das dies der in Deutschland vorgeschriebene Satz sei. Die gelieferte Leistung ist meist unterirdisch! Die „Planung“ kommt aus dem Baukasten, Bauleitung wird auf den Bauunternehmer abgewälzt genauso wie die Fachplanung für Heizung und Lüftung sowie Elektro. Ebenfalls schließe ich mich dem Kommentar von David Bilstein an. Ein „Architekt“ braucht nur noch Programme Fachwissen ist Mangelware

  3. R. Müller | 8. Juli 2019

    Bisher mußte man froh sein, wenn man für die Planung, die man für Bauträger, private Bauherrn, z.T. öffentl. Auftraggeber o.ä. erstellt hat, ca. 75% des Mindestsatzes erhalten hat.
    Gerne würden wir die tatsächlichen Stundenaufwendungen multipliziert mit dem tatsächlichen Stundensatz (und wenns nur die Kosten für die Deckung der Ausgaben, Steuern, Lohnkosten, Sozialversicherungen wären – also ohne Gewinn/Risiko, Rücklagen, Abschreibungen, Altersabsicherung, Weiterbildungen usw.) in Rechnung stellen. Wie soll man dies den potentiellen Auftraggebern beibringen? Wie funktioniert es bei Steuerberatern, Rechtsanwälten? Da bezahlen die Klienten auch mal € 200,-/Stunde! (zzgl. 19% UmSt) Da feilscht augenscheinlich keiner….

  4. Dipl.-Ing. Ralf Prior | 8. Juli 2019

    Wenn das deutsche Bauwesen sich in Kürze von der HOAI verabschieden sollte, dann muss auch die Verpflichtung des Werkvertragsrechts als Gegenleistung fallen! Das kennt man, um den Kommentar vom 08.07.19 zu ergänzen, im benachbarten EU-Ausland nicht! Also kein „geschuldeter Erfolg“, sondern Dienstleistungsvertrag zw. Auftraggeber und Architekt/Ingenieur (w/m/d). Erst dann ist Planen EU-weit gleich! Der Planer haftet dann nur noch für die eigene Leistung und nicht mehr – wie derzeit- durch „Anscheinsvermutung“ (angeblich mangelhafte Bauleitung) für einen qualitativ schlechten Bauausführenden mit. Ferner sollte auch künftig ein Mindestsatz festgelegt bleiben, dessen Unterschreitung im Wiederholungsfall zu Berufsverbot bzw. Entzug öffentlicher Berufsberechtigungen führen muss. Dumping durch Ingenieurgesellschaften, vor allem jene, die sich als Investoren- oder aufgekaufte Baukonzerntochter das „leisten“ können, muss wirksam sanktioniert werden können. Sonst sterben die Mehrzahl der Architektur-/Ingenieurbüros<20 MA in den nächsten 10 Jahren aus. Dann hat sich die Frage nach deutscher Baukultur gleich erledigt. Uns fehlt ja – trotz attraktiver Anreize – heute schon der Nachwuchs in beängstigender Weise.

  5. J. Mekelburg | 8. Juli 2019

    Ich kann mich den vorangegeangennen Kommentaren inhaltlich nur anschliessen. Die HOAI orientiert sich an Anforderungen und Arbeitsweisen, die es schon lange nicht mehr gibt.
    Damit geht sie zum größten Teil an der Realität vorbei.
    Evtl. Qualitätseinbußen kann ich aufgrund der ohnehin vorhandenen Haftungssituation für die selbstständigen Planer auch nicht erkennen.

  6. Martin B. | 8. Juli 2019

    Die Zeit für das fallen der Mindest- bzw. Höchstsätze in der HOAI ist längst überfällig! Warum muss die Bezahlung von Architekten und/oder Ingenieure in Deutschland gesondert geschützt sein? Wenn es hier Mindestsätze gibt, warum sollte es dann nicht auch bei den ausführenden Handwerksunternehmen Mindestsätze geben? Hier darf der Bauunternehmer anbieten wie er will.Hier muss gleiches Recht für alle zählen.
    Des Weiteren ist es schon seit längerem eine gängige Praxis, im benachbarten Ausland eine Niederlassung zu Gründen, nur um dann aus dem Ausland die HOAI-Sätze zu unterschreiten.
    Dem fehlen qualifizierter Nachwuchskräfte muss mit neuen/anderen Denkweisen begegnet werden. Ich erlebe täglich, dass es nicht mehr nur das Geld und der Dienstwagen sind , welche für den Arbeitnehmer interessant sind, hier müssen andere Arbeitszeitmodelle geschaffen werden nur so bleibt/wird die Baubranche attraktiv und junge qualifizierte Kräfte werden diese Stellen besetzen.

  7. L.Kölln | 8. Juli 2019

    Sehr schöne Beträge die glaube ich eine Schlussfolgerung zulassen. Die Planer und Planerinnen in D sind nicht so blauäugig wie mache „Verbandsoberen“ im Bezug auf die Mindest- und Höchstsätze uns glauben machen wollen. Vielmehr ringen die Verbände und auch Kammern um Ihre Daseinsberechtigung in einer Zeit wo sich viele nach dem Sinn solcher Instituten fragen und sich nicht mehr repräsentiert fühlen. Viele Zwangseingetragenen und Mitglieder fragen sich bei den Themen die diese Institutionen bearbeiten vielleicht manchmal ob sie sich damit noch identifizieren können.

  8. A. Reutler | 8. Juli 2019

    Eines hat das EuGH-Urteil jedenfalls geschafft. Das endlich eine Diskussion um die tatsächliche Architektenleistung und ihre Vergütung abseits eines sogenannten Preisrechtes begonnen wird und hoffentlich auch unter den Kollegen.
    Spricht man über Akquise, Wettbewerbe und VgV-Verfahren, ist sich jeder selbst der Nächste. Da wird fleißig umsonst gearbeitet und die HOAI unterboten, um den nächsten Auftrag zu erhalten. Denn wo kein Kläger, da kein Richter. Auch die Kammern haben nie geschafft einen wirklichen Zusammenhalt ihrer Mitglieder zu gestalten, trotz Selbstverwaltung, Mitwirkung am Architektengesetz und verschiedener Regelungen zur Stärkung der “Baukultur”. Dafür haben sich dann eigene “Interessenvertreter”, BDA, BDB, VDI, etc. gegründet, die ihr eigenes Süppchen kochen.
    Im “privaten” Bauen mit solventen Investoren wird schon lange keine HOAI mehr angewandt, lediglich im “öffentlichen” haben die Planer ein Mindestsalär bei gleich welcher Bauaufgabe mit der beliebten Honorarzone III unten, bei gleichzeitiger Festlegung diverser besonderer Leistungen ohne Vergütung, erhalten. Man darf gespannt sein, wie sich die Architekten im Bereich dieser Leistungen ohne eine Mindestsatzregelung aufstellen werden. Vielleicht generell 6% auf den Mindestsatz aufschlagen und das mit der letzten HOAI-Anpassung aus dem Jahre 2013 begründen? Oder gleich in den Preiskampf mit den Kollegen gehen? Oder den Öffentlichen Auftraggebern die Stirn zeigen und gemeinsam und kollegial für bessere Bezahlung auf die Straße gehen?
    Die Kritiker, die behaupten, Architekten würden lediglich aus dem Legokasten mit fertigen Bauteilen ohne Kenntnis der Materie und fehlender Bauleitung ihre Hausaufgaben machen sei gesagt, dass das nicht so ist. Wer nicht kreativ ist und sich im Dschungel der Verordnungen und Normen nicht auskennt, ist schnell weg vom Fenster. Bei Verrechnungssätzen, die sich zwischen 40,-€ und 60,-€ bewegen, wird der Planer, der irgendwie sein Büro über Wasser halten will, natürlich nur so viel tun, dass er ohne draufzuzahlen das Projekt abwickelt. Betreuung ist zeitaufwändig und das kostet nun mal Geld.
    So könnte ich noch viel zur Auseinandersetzung mit dem Thema beitragen, mache aber jetzt an dieser Stelle erst einmal Schluss. Und damit zum eingangs gesagten, hoffentlich begreifen die Kollegen jetzt, dass es nur miteinander aber bestimmt nicht gegeneinander mit dem Berufszweig weitergehen wird.

  9. Rudolf Zimbelmann | 8. Juli 2019

    Den ersten Kommentaren kann ich nur widersprechen und drauf verweisen, dass eine Baovorlagenberechtigung mit einer qualitativen Qualifikation einhergeht und wer das nicht versteht, der soll eben seine Planung mit 10€/h bezahlen und mit dem Resultat später auch leben. Was momentan mit der handwerklichen Qualität mit Sub von Sub hergestellt wird, wo Anweisungen mit Händen und Füßen erklärt werden, wird mit dem EuGH Urteil im Verlauf auch in Planunhsleistungen wiederfinden. Ich lese jetzt schon die Überschriften, Gerichte sind aufgrund von zunehmenden Mängel und Rechtstreitverfahren überlaufen.Wer war nicht Fachmann genug!?

  10. Thomas Kretschmer | 8. Juli 2019

    Auf jeden Fall kommt nun auf uns Architekten und Ingenieure Preisverhandlungen zu, da aufgrund der Unwirksamkeit der HOAI die Kunden den Preis verhandeln können und sich Konkurrenzangebote einholen können, die durchaus eine große Spanne aufweisen können. Die Auswirkungen in der Praxis bleiben spannend und ungewiss. Danke Danke ohne weitere Worte!

  11. Friedbert Zimmer | 8. Juli 2019

    Die Argumentation der Verbände ist für mich nicht nachvollziehbar. In meiner langen Berufskarriere konnte ich im Bauwesen noch nie einen direkten Zusammenhang zwischen abgelieferter Qualität und dem Honorar (bzw. Werklohn bei gewerblichen Anbietern) feststellen. Insofern wird das Szenario verminderter Bauqualität auch nicht dadurch eintreten, daß die HOAI nicht mehr gelten wird.
    Daß der Staat für die Gültigkeit kämpfen soll, könnte indes aus ganz anderen Gründen relevant sein. Bislang hat der Staat aus der HOAI eine “Geschäftsidee” für sich genutzt. Durch Bekanntgabe der Bausummen aus den Bauanträgen an das Finanzamt, sah sich der Freiberufler im 6-jährigen Prüfungsturnus des FA einer üblen Lage ausgesetzt: Das FA rechnete im Amt die Honorare nach der HOAI aus, erschien damit zur Betriebsprüfung und verlangte die Differenz zwischen HOAI-Unterschreitung und Mindestsatz zur Versteuerung (MwSt. + EK-Steuer). Wenn der Freiberufler nachweisen wollte, eben marktbedingt nicht den Mindestsatz erhalten zu haben, so erhielt er zur Antwort: Dann zeige ich Sie bei der Kammer an, dann fliegen Sie dort raus – was einem Berufsverbot gleich käme. Davon waren tausende von Architekten im Individualwohnungsbau betroffen zu Zeiten der großen Architekten- schwemme.
    Wenn man also den Markt regulieren wollte (Staat + Verbände), so müßten ebenso die Zugangsvoraussetzungen zum Studiengang reguliert werden oder (wie bei den Ärzten usus) eine Art von Gebietsschutz garantiert werden und zugleich das Outsourcen an z.B. CAD-Dienstleister in Billiglohnländer unterbunden werden.

  12. Ekkehardt Weyrauch | 9. Juli 2019

    Es ist sehr interessant, die Kommentare der Diskutanten zu verfolgen. So wie ich das Urteil aus Brüssel verstanden habe, ist nicht die HOAI an Sich, sondern nur die Festsetzung Mindest- und Höchstsätze gekippt worden. Folglich bleiben die Leistungsbilder der HOAI erhalten, einschließlich der Anlagen in denen die Grund- und Besonderen Leistungen geregelt sind. Für uns Architekten und Ingenieure bedeutet das doch nur, dass wir endlich ordentliche Verträge incl. einem angemessenen Vertragsmanagement betreiben müssen, in denen eindeutige Vertragsziele und die jeweils geschuldeten Leistungen filigran definiert und vereinbart werden.
    Wenn der EuGH die Höchst und Mindestsätze ausschließt, haben wir ein Honorar zu vereinbaren, in dem nicht nur das Honorar, sonder ebenfalls Zweifelsfrei geregelt wird, welche Leistung wir dem Auftraggeber schulden.
    Das ist dann für uns auch die Chance, uns von der antiquierten HOAI durch die Hintertür zu verabschieden. Es fällt mir schon seit Jahren nicht leicht der Auftraggeberschaft zu erklähren, was wir da eigentlich machen und was das mit den Leistungsbildern der HOAI zu schaffen hat.
    Sofern wir alle Regeln beachten (was mit Verlaub zunehmend unmöglich wird), wir alle Anträge stellen die neben einem Bauantrag im Bau- und Baunebenrecht erforderlich werden um ein Bauwerk legal errichten zu dürfen, sollten wir auch beginnen diese Leistungen zu erfassen und dem Bauherrn als Werkvertrag anbieten. Das im privaten Bausektor dann ein erheblicher Teil der Bauwilligen doch lieber beim Bauträger kauft, soll uns dann nur recht sein.

  13. Robert Roesch | 14. Juli 2019

    Die Mindestsätze wurden eh schon oft unterschritten. Da ist der Einzelkämpfer, der für einen Bauträger einen Bauantrag einreichte für ein Zehntel der HOAI. Geht auch gut, denn die Phasen 1-4 sind sehr gut honoriert. Wenn man dann noch, und viele Kollegen tun das, keinen Wert auf architektonische Qualität legt, ist damit gutes Geld verdient. Der Genehmigungsbeamte segnet jeden Schrott ab, der dem Baurecht entspricht und der GU baut jeden Mist. Und so sehen auch leider sehr viele Neubauten aus. Die HOAI hat hier schon in der Vergangenheit nichts gebracht. Hinterher geklagt haben viele, aber noch mehr eben nicht.

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Datum 5. Juli 2019
Autor Bund Deutscher Baumeister
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