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Elbquerung in Hamburg: Der Siegerentwurf

Hamburgs Wirtschafssenator Frank Horch (Mitte) präsentiert den Siegerentwurf des Realisierungswettbewerbs für die Süderelbebrücke im Verlauf der A 26 im Beisein der Ingenieurgemeinschaft

Hamburgs Wirtschafssenator Frank Horch (Mitte) präsentiert den Siegerentwurf des Realisierungswettbewerbs für die Süderelbebrücke im Verlauf der A 26 im Beisein der Ingenieurgemeinschaft (DEGES - Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH)

Eine deutsch-dänische Planungsgemeinschaft bestehend aus Schlaich Bergermann und Partner, WTM Engineers und Dissing + Weitling architecture, hat den Realisierungswettbewerb zur Süderelbequerung in Hamburg gewonnen. Einstimmig fiel das Votum der Jury auf den Entwurf der Schrägseilbrücke.  Hergestellt aus Stahl und Beton, getragen von zwei Pylonen und zwei mittig angeordneten Seilebenen in Fächerform, wird sich die Brücke ins Umfeld von Industrie- und Hafenanlagen harmonisch einfügen.Die Fachjury aus Vertretern des Bundes, der Straßenbauverwaltung, Bauexperten und Lokalpolitik entschieden sich für den Entwurf, weil die sorgfältige Gestaltung der aus dem Tragwerk entwickelten Übergänge in Material und Form überzeugte. Ausschlaggebend waren aber Kriterien wie Tragfähigkeit, Umsetzbarkeit, Bau- und Unterhaltungskosten sowie Umweltverträglichkeit.

Der zweite Preis ging an Kinkel + Partner Ges. Beratender Ingenieure mbH, Neu-Isenburg; den dritten Preis erhielt das Ingenieurbüro Ponting d. o. o. (GmbH) aus Maribor, Slowenien.

Großaufnahme von der Süderelbebrücke mit simuliertem Straßenverkehr. Die neue Brücke passt sich harmonisch in das Gelände ein. (Foto: sbp, WTM und D&W)

Die neue Süderelbebrücke wird Teil der Verlängerung der A 26, die die Bundesautobahnen A 7 und A 1 im Süden Hamburgs miteinander verbinden soll. Im August des vergangenen Jahres hatte die DEGES GmbH im Auftrag von Hamburg einen europaweiten Realisierungswettbewerb für das Bauwerk ausgeschrieben. Insgesamt 12 europäische Planungsbüros hatten auf die europaweite Ausschreibung reagiert.

Die neue Süderelbebrücke im Verlauf der A 26 soll langfristig einen möglichst reibungslosen Verkehrsfluss in Hamburgs Süden gewährleisten. Die Querverbindung wird den Hamburger Hafen in das transeuropäische Verkehrsnetz einbinden und darüber hinaus für weitere positive wirtschaftliche Impulse sorgen. Gleichzeitig soll durch den Ausbau der überregionale Ost-West-Verkehr erleichtert werden und die umliegenden Wohngebiete deutlich von Lärm- und Schadstoffemissionen entlastet werden.

Datum 17. Mai 2013
Autor DEGES/esch
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