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Elliott: Haben bei Thyssenkrupp nie auf Zerschlagung gedrungen

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Logo_ThyssenKrupp (Foto: ThyssenKrupp)

Der Hedgefonds Elliott hat eigenen Angaben zufolge «nie» die Zerschlagung des Industriekonzerns Thyssenkrupp gefordert. Das geht aus einem Brief des vom US-Milliardär Paul Singer kontrollierten Fonds an den Aufsichtsrat des Dax-Konzerns hervor, in den die Nachrichtenagentur Bloomberg Einsicht hatte. Zugleich forderte der Fonds, sich von Aussagen des scheidenden Aufsichtsratsvorsitzenden Ulrich Lehner zu distanzieren, der in einem Interview von «Psychoterror» aktivistischer Aktionäre gesprochen hatte. Eine Thyssenkrupp-Sprecherin wollte den Bericht am Mittwoch, den 18. Juli, in Essen nicht kommentieren.

Zugleich erklärte Elliott demnach, die Interimsphase mit Finanzvorstand Guido Kerkhoff an der Spitze von Thyssenkrupp solle nur kurz dauern, Aktionäre erwarteten die Suche nach einem externen Vorstandsvorsitzenden. Die Vereinbarung mit Tata Steel über die Fusion der europäischen Stahlgeschäfte bemängelte der Hedgefonds erneut. Die Konditionen seien «sehr enttäuschend».

Elliott hatte im Mai das Engagement bei dem Konzern aus Essen bekannt gemacht. Nach den Rücktritten des Konzernchefs Heinrich Hiesinger sowie des Aufsichtsratschefs Lehner innerhalb weniger Tage mehren sich die Spekulationen über eine Zerschlagung. Der Finanzinvestor Cevian, mit rund 18 Prozent zweitgrößter Aktionär bei Thyssenkrupp, dringt auf einen massiven Umbau des Konzerns.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) forderte die Betroffenen auf, Verantwortung zu übernehmen. “Wir haben es im Blick, aber im Unternehmen selbst müssen die Weichen richtig gestellt werden”, so Heil am Mittwoch im Interview mit n-tv. Aus industriepolitischen Gesichtspunkten sei Thyssenkrupp ein sehr wichtiges Unternehmen in Deutschland, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Berlin. Grundsätzlich kommentiere man unternehmerische Entscheidungen und Vorgänge nicht.

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Datum 19. Juli 2018
Autor dpa
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