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Entscheidung über Tunnelbau am Magdeburger Hauptbahnhof vertagt

Hauptbahnhof Magdeburg

Hauptbahnhof Magdeburg (Foto: Eltharion (CC-BY-SA 3.0))

Die Entscheidung über die Klagen gegen den Bau des Magdeburger Tunnels am Hauptbahnhof verzögert sich. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Magdeburg hat die Verhandlung vertagt, wie eine Gerichtssprecherin am Freitag in Magdeburg mitteilte. Ursprünglich wollte das OVG seine Entscheidung an diesem Tag bekanntgeben. Einen neuen Verhandlungstermin haben die Richter den Angaben zufolge noch nicht anberaumt. Bei der Verhandlung am Donnerstag wurden mehrere Beweisanträge gestellt. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Sachsen-Anhalt (BUND), die Eigentümerin des Einkaufs- und Bürozentrums City-Carré und eine Privatperson klagen gegen das 60 Millionen Euro teure Projekt.

Sie zweifeln an der Rechtmäßigkeit des vom Stadtrat gefassten Planfeststellungsbeschlusses für den Tunnel. Die Pläne sehen vor, dass der Verkehr in der Ernst-Reuter-Allee entlastet werden soll. Durch den Tunnel soll Autoverkehr gelenkt werden. Eine Ebene darüber ist für Straßenbahnen, Radfahrer und Fußgänger vorgesehen.

Mehr als 100 Jahre alte Eisenbahnbrücken müssen im Zuge des Ausbaus des Eisenbahnknotens Magdeburg erneuert werden. Aus baurechtlichen Gründen – vor allem wegen der Stromleitungen für die Straßenbahnen – muss die Straße unter den Brücken tiefergelegt werden, wie eine Stadtsprecherin sagte. Die Straße ist bisher ein Nadelöhr. Eine Unterführung auf zwei Ebenen soll das ändern.

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Datum 26. April 2013
Autor dpa
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