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fbr – Bundesverband sieht Konkretisierungsbedarf für die Nationale Wasserstrategie des BMU

Mit dem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) durch Bundesumweltministerin Svenja Schulze vorgestellten ersten Entwurf der Nationalen Wasserstrategie wird deutlich, dass das Thema Wasser ganz oben in der Politik angekommen ist und die Wasserwirtschaft in Deutschland vor einem erheblichen Umbau steht, will sie ihrem Vorsorgeauftrag auch in Zukunft noch gerecht werden. Die in zehn strategische Themenbereiche unterteilten notwendigen Maßnahmen und Ziele des vorgelegten Entwurfs werden durch ein 57 Punkte umfassendes Aktionsprogramm ergänzt. Der fbr – Bundesverband für Betriebs- und Regenwasser e. V. begrüßt diese Ziele im Wesentlichen, gleichwohl sieht er in einigen Bereichen Konkretisierungs- und Nachbesserungsbedarf. Gerade im Bereich der Wasserwiederverwendung und Wassermehrfachnutzung bedarf es einer stärkeren Ausrichtung auf die Integration von Regen- und Betriebswasser im urbanen Raum.

Torsten Grüter, Präsident des fbr – Bundesverband betont: „Es sind viele gute Ansätze sichtbar, um die Resilienz der Wasserwirtschaft in Deutschland gegen den Klimawandel zu stärken. Die Bundesregierung muss jetzt den Weg bahnen, zur Realisierung einer effizienten Wassernutzung und Wasserkreislaufführung unter Einbeziehung der Regenwassernutzung auch auf der Gebäudeebene. Die lokale Speicherung und Wiederverwendung mit einem flexiblen und modular aufgebauten Niederschlagswassermanagement sind wesentliche Voraussetzungen für zukünftige wassersensible Städte.“

Dass es dafür in der Bevölkerung eine breite Akzeptanz und Bereitschaft zur Umsetzung gibt, zeigt besonders der Bürger*innenratschlag zur Nationalen Wasserstrategie, dessen Vorschläge von zufällig ausgewählten Bürgern und Bürgerinnen aus verschiedenen Regionen in Deutschland erarbeitet wurden. Darin wird explizit die Einführung der Betriebs- und Regenwassernutzung in Gebäuden gefordert. Dies umfasst sowohl den privaten und öffentlichen sowie industriellen Bereich. Dazu müssen, wie vom fbr – Bundesverband schon seit langem gefordert, die notwendigen Regularien in den Bauordnungen und kommunalen Satzungen möglichst kurzfristig überarbeitet und aktualisiert werden.

Bei der Entwicklung von Umsetzungsstrategien zum Regenwassermanagement bietet der fbr – Bundesverband seine Unterstützung an und verweist hierbei auch auf das aktuelle fbr-Positionspapier zur Implementierung lokaler Systeme für ein nachhaltiges Wassermanagement.

 

 

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Datum 16. Juni 2021
Autor fbr - Bundesverband für Betriebs- und Regenwasser e. V.
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