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Gesellschaft für Bautechnikgeschichte gegründet

Anmeldung in der Peter-Behrens-Halle der TU Berlin (Foto: Nicolas Janberg)

Bereits 1982 wurde in Großbritannien die Construction History Society gegründet, die sich um die Aufarbeitung der Geschichte des Bauens bemüht. In Spanien veranstalte die Sociedad Española de Historia de la Construcción (SEHC) 1996 einen ersten nationalen Kongress und 2003 den ersten internationalen Kongress zur “History of Construction“ – der Geschichte des Bauens. Seitdem gab es weitere Kongresse in Cambridge (2006) und in Cottbus (2009). 2007 wurde dann die Construction History Society of America gegründet und vor dem letzten Kongress 2012 in Paris formierte sich auch die Association Francophone d’Histoire de la Construction für den französischsprachigen Raum. Beim Pariser Kongress kam eine Gruppe in einem Café am Gare du Nord zusammen, um über die Notwendigkeit zu diskutieren,  eine entsprechende deutsche oder deutschsprachige Gesellschaft zu gründen. Der allgemeine Tenor an dem Abend war: ja, es sollte eine geben.

Christoph Rauhut stellt die Satzung im Detail vor

Christoph Rauhut stellt die Satzung im Detail vor (Foto: Nicolas Janberg)

Am Freitag, den 28.6.2013 wurde dann nach fast einem Jahr Vorbereitung eine entsprechende Gesellschaft aus der Taufe gehoben. Dem Aufruf zur Gründung waren 82 Interessenten gefolgt, die sich an diesem Nachmittag an der Technischen Universität Berlin trafen. Nach einer Einleitung mit dem Titel “Was kann Bautechnikgeschichte leisten?” von Prof. Andreas Kahlow (FH Potsdam) wurde über die Satzung beraten. Längster Tagesordnungspunkt war die Festlegung des Namen des Vereins. Dieser lautet nun offiziell Gesellschaft für Bautechnikgeschichte. Zu den Gründungsmitgliedern zählen Bauingenieure, Architekten und Historiker aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg. Allen gemeinsam ist das Interesse für die historische Entwicklung der Technik im Bauwesen und zugehörigen Themen. Eines der in der Satzung definierten Ziele ist, Kurse für Bautechnikgeschichte in den Curricula der Hochschulen im deutschsprachigen Raum zu etablieren. Nach Beschluss der Satzung wurde auch gleich der Vorstand für die nächsten zwei Jahre gewählt. Der erste Vorsitzende ist Prof. Werner Lorenz, der derzeit den einzigen Lehrstuhl für Bautechnikgeschichte in Deutschland an der BTU Cottbus innehat. Prof. Klaus Tragbar (Universität Innsbruck) wurde zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Als Schriftführer werden Dr.-Ing. Friedmar Voormann (KIT) und Christoph Rauhut (ETH Zürich) agieren, während Ines Prokop (Verband Beratender Ingenieure VBI) das Amt der Schatzmeisterin übernimmt.

Glückwünsche von Prof. Santiago Huerta (Sociedad Española de Historia de la Construcción)

Glückwünsche von Prof. Santiago Huerta (Sociedad Española de Historia de la Construcción) (Foto: Nicolas Janberg)

Der formellen Gründung folgten Grußworte verschiedener Gesellschaften: Dr.-Ing. Karl Heinrich Schwinn der Bundesingenieurekammer, Dr. Bill Addis (Construction History Society), Prof. Santiago Huerta (SEHC), Prof. Robert Carvais (AFHC), Dipl.-Ing. Jürg Conzett (Gesellschaft für Ingenieurbaukunst, Schweiz), Prof. Annette Bögle (Ingenieurbaukunst e.V.), die dem neuen Verein die besten Glückwünsche auf den Weg gaben. Prof. Eugen Brühwiler (EPFL) hielt den Festvortrag „Von der Vergangenheit lernen, die Zukunft zu bauen“, der viele praktische Gründe aufzeigte, weshalb Bautechnikgeschichte auch für die heutige Baupraxis relevant ist. Prof. Martin Trautz (RWTH Aachen) lud außerdem zur ersten Jahrestagung am 8. und 9. November 2013 nach Aachen ein.

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Datum 29. Juni 2013
Autor Nicolas Janberg
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