momentum magazin für Bauingenieure präsentiert von Ernst & Sohn
Nachrichten

«Himmelstürmend» – Wie Frankfurt zur Hochhausstadt wurde

Bankenviertel (Blick von Nordwesten) Landesbank Hessen-Thüringen, Frankfurt am Main

Bankenviertel (Blick von Nordwesten) Landesbank Hessen-Thüringen, Frankfurt am Main (Foto: Frank-Heinrich Müller)

Wie Frankfurt zur Hochhausstadt wurde, zeigt vom kommenden Wochenende an eine Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum (DAM). Die Schau «Himmelstürmend» vollzieht nicht nur die Entwicklung der Skyline nach, sie erinnert auch an umstrittene Entscheidungen, umkämpfte Stadtteile, gescheiterte Projekte, grandiose Fehlplanungen und stellt Wolkenkratzer vor, die erst noch gebaut werden. Zu sehen ist sie bis 19. April 2015.

Die Stellwände mit Fotos, Modellen und Texttafeln orientieren sich am Grundriss der Stadt: Die Besucher können in der Ausstellung von der Innenstadt sternförmig in andere Stadtteile laufen. Thema sind auch die wechselnden Vorgaben der Stadtplanung: Mal wollte man Hochhäuser entlang der Verkehrsadern anordnen, mal eher im Pulk.

Kurator Philipp Sturm und DAM-Direktor Peter Cachola Schmal waren überrascht, wie viele Hochhäuser es im Stadtgebiet gibt. Der Katalog listet 300 auf, in der Ausstellung werden 200 vorgestellt, auch wenn nicht alle die Höhe der Bankentürme erreichen. Lieblings-Exponat der Ausstellungsmacher: Ein Modell von Ludwig Mies van der Rohe, der 1968 einen Entwurf für die (alte) Commerzbank-Zentrale eingereicht hatte, aber nicht zum Zug kam, was laut Sturm und Schmal völlig vergessen war.

 

Schreibe einen Kommentar…

Datum 7. November 2014
Autor dpa
Schlagwörter , , ,
Teilen facebook | twitter | Google+