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Hoffen auf Befreiungsschlag – Thyssenkrupp will Stahlfusion besiegeln

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Logo_ThyssenKrupp (Foto: ThyssenKrupp)

Am Freitag, den 29. Juni, will der Essener Industriekonzern Thyssenkrupp die geplante Stahlfusion mit dem Konkurrenten Tata besiegeln. Am Nachmittag treffe sich Aufsichtsrat, kündigte das Unternehmen an. Im Anschluss wolle der Konzern zudem eine neue Strategie für den Industriegüterkonzern vorlegen. Anteilseigner wie der schwedische Großaktionär Cevian hatten zuletzt mit Nachdruck eine Neuausrichtung gefordert, die Konzernchef Heinrich Hiesinger zunächst für den Mai angekündigt hatte.

“Man hat jetzt die Chance, zum großen Wurf anzusetzen”, sagte Thomas Hechtfischer von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpaperbesitz (DSW). Die Aktionäre hofften nun auf einen «Befreiungsschlag». Sollte die Stahlfusion nach mehr als zwei Jahre andauernden Verhandlungen in letzter Sekunde noch scheitern, würde es schwieriger werden für Thyssenkrupp, sagte Hechtfischer.

Nach einem Bericht des «Handelsblatts» sollen sich die Unterhändler nach intensiven Verhandlungen auf den Zusammenschluss der europäischen Stahlsparten geeinigt haben. Thyssenkrupp hatte zuletzt mehrfach in Aussicht gestellt, den Zusammenschluss noch bis Ende Juni besiegeln zu wollen. Am Freitag sollen die Pläne dem Aufsichtsrat des Konzerns vorgelegt werden. Nach Informationen der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» sollen IG Metall und Betriebsrat bereits Zustimmung signalisiert haben.

Zuletzt sei insbesondere die Bewertung der Stahlsparte von Thyssenkrupp strittig gewesen, die sich deutlich besser entwickelt habe als das Europageschäft von Tata. Dafür habe man aber eine Lösung gefunden, hieß es. Nach Protesten der Belegschaft habe man mit den Arbeitnehmervertretern für den Fall einer Fusion langfristige Beschäftigungs- und Standortgarantien vereinbart.

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Datum 29. Juni 2018
Autor dpa
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