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Vermischtes

HTWK-BetonkanuTeam triumphiert in den Niederlanden

Das BetonkanuTeam der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) konnte an seine Erfolge bei den Betonkanurennen in den Niederlanden und in Deutschland 2017 anknüpfen. Bei der Regatta am letzten Maiwochenende in Eindhoven (Niederlande) verteidigte das Team seine aktuelle Spitzenposition im Betonkanu-Rennsport: Mit dreimal Gold, dreimal Silber und zweimal Bronze ließ es namhafte Konkurrenten von Hochschulen aus ganz Europa hinter sich. Damit waren die „Bieraten“ der HTWK Leipzig mit ihren neuen Booten „BlackBEERd“ und „Eilenburg“ die erfolgreichste aller 17 teilnehmenden Mannschaften.

Die siegreichen Beton-„Bieraten“ der HTWK Leipzig

Die siegreichen Beton-„Bieraten“ der HTWK Leipzig (Philipp Köditz/HTWK Leipzig)

„Das perfekte Zusammenspiel zwischen Bootsherstellung und Paddeltechnik entscheidet letztlich über den Erfolg“, resümiert Kapitän Jan Teuchert. Großen Anteil an diesem Erfolg hatte die „Eilenburg“. Es ist das leichteste bisher gebaute von allen elf Kanus des Teams. Die „Eilenburg“ wiegt nur 42 Kilogramm bei einer Länge von mehr als fünf Metern, die Wandstärke beträgt lediglich fünf Millimeter – Präzisionsarbeit. Zum Vergleich: Ein herkömmliches Boot aus Plastik wiegt 25 bis 30 Kilogramm.
Diese technischen Fertigkeiten des Teams wurden – zusätzlich zu den sportlichen Erfolgen – mit dem Qualitätspreis belohnt. Dieser Preis wurde dem baugleichen Kanu „BlackBEERd“ für die beste Ausführungsqualität unter allen 35 Wettbewerbskanus verliehen. Die Jury hob besonders die neue flexible Reling-Schalung hervor sowie die Kombination spezieller Glasfasergewirke und Kurzfasern, die dem Boot seine Stabilität geben.

„Der Bau eines Kanus mit weniger als 45 Kilogramm Gewicht war nur durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Form und der Mischung seit den letzten Regatten möglich“, sagt Vizekapitän Ludwig Hertwig. Prof. Dr.-Ing. Klaus Holschemacher vom Institut für Betonbau der Fakultät Bauwesen, fachlicher Leiter des Projekts, ergänzt: „Der Gewinn des Quality Awards zeigt, auf welch hohem Niveau die Studierenden der HTWK Leipzig wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Bereich des Textilbetonbaus umsetzen können.“

Grundlage der jüngsten Erfolge in Eindhoven war – neben dieser Anwendung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und dem daraus resultierenden hervorragenden Material – auch die sportliche Unterstützung durch den SC DHfK Leipzig und den Bootsverleih am Klingerweg. Hier fand das BetonkanuTeam ideale Trainingsbedingungen. Hervorzuheben ist auch die Unterstützung durch die zahlreichen Sponsoren, die das Team selbst eingeworben und für den Betonkanu-Rennsport begeistert hat. So wird die „Eilenburg“ einst ihr Domizil beim Hauptsponsor EBAWE in Eilenburg finden, während die „BlackBEERd“ das neue Trainingsboot des Teams wird.
Die „Bieraten“ der HTWK Leipzig werden weiterhin vor allem an der Bootsform bzw. der Konstruktion experimentieren, natürlich mit dem Ziel der Titelverteidigung. Außerdem möchten sie in der nächsten Saison 2019 erstmals an der offenen Klasse teilnehmen: mit dem Bau eines schwimmfähigen Phantasie-Gebildes – man darf also gespannt sein.

Hintergrund
Jedes Jahr im Mai findet das „BetonKanoRace“ in den Niederlanden statt, bei dem rund 20 Teams europäischer Hochschulen gegeneinander antreten. Die Deutsche Betonkanu-Regatta mit zuletzt mehr als 50 teilnehmenden Hochschulen findet im Zweijahres-Turnus statt und wird jeweils an wechselnden Orten veranstaltet. Die nächste Regatta wird im Juni kommenden Jahres in Heilbronn ausgetragen.

Ziel dieser Regatten ist es, zu zeigen, welch ungewöhnliche Ideen mit dem Baustoff Beton verwirklicht werden können.
Darüber hinaus sollen Studierende an eine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Betonbau herangeführt werden und lernen, ihr Ziel im Team zu verwirklichen.
Das BetonkanuTeam der HTWK Leipzig hat rund 15 Mitglieder, vorwiegend Studierende des Bauingenieurwesens, darunter auch aus China. So gewann die chinesische Studentin Huijuan Zhong gemeinsam mit Willi Neuhaus das Rennen in der Disziplin „100 Meter Mixed“.
Die beiden aktuellen Boote des BetonkanuTeams können zur Langen Nacht der Wissenschaften an der HTWK Leipzig am 22. Juni (Campus Connewitz) besichtigt werden; Mitglieder des Teams stehen den Besuchern gern Rede und Antwort.

Mehr Informationen unter:
Wie wird ein Betonkanu hergestellt? Zeitraffer-Film: hier (Saison 2017)
Facebook: hier
Homepage des Teams: hier

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Datum 13. Juni 2018
Autor Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig
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