momentum magazin für Bauingenieure präsentiert von Ernst & Sohn
Vermischtes

Hünnebeck Gerüste: Teil eines Kunstobjektes

Hünnebeck sponserte Düsseldorfer Kunstprojekt von Tassilo Lantermann

Am 25. und 26. Oktober wurde die Düsseldorfer Eventlocation „Kartoffelhalle“ (Kultur-Schlachthof) zum Ausstellungsraum. Der engagierte Kunststudent Tassilo Lantermann zeigte hier in Eigeninitiative drei seiner Werke. Zentrales Ausstellungsobjekt war eine freitragende, verhüllte Gerüstkonstruktion, die im Inneren zum Erlebnisraum wird. Das Gerüst wurde von Hünnebeck bereitgestellt – einem Ratinger Unternehmen, das zu den marktführenden Anbietern von Schalungs-, Gerüst- und Sicherheitstechnik zählt und in diesem Jahr sein 90. Jubiläum feiern kann.

„Wir finden es immer sehr spannend, wenn unsere Gerüstsysteme in ungewohntem Metier verwendet werden“, erklärt Babette Haas, Marketingleiterin der Hünnebeck Gruppe, das Engagement bei dem Gerüstsponsoring. So hat Hünnebeck dem jungen Künstler, der an der renommierten Kunstakademie Düsseldorf in der Bildhauerklasse von Professor Thomas Grünfeld studiert, einen Fachingenieur aus dem Bereich Gerüstplanung an die Seite gestellt. Gemeinsam haben die beiden eine Gerüstkonstruktion entwickelt, die inmitten der Eventhalle einen 4,00 m hohen begehbaren Raum mit 6,00 m x 6,00 m Grundfläche schafft.

Lichtspiel

Gitterträger fungieren als Aufhängung für das 2 m x 2 m großes Lichtobjekt, das den Innenraum der Gerüstkonstruktion in türkis-/petrolfarbenes Licht taucht.

Gitterträger fungieren als Aufhängung für das 2 m x 2 m großes Lichtobjekt, das den Innenraum der Gerüstkonstruktion in türkis-/petrolfarbenes Licht taucht. (Foto: Hünnebeck)

Stütztürme (System ST 60) bilden die Ecken der Konstruktion; die Seiten bestehen aus dem universell einsetzbaren Modulgerüstsystem Modex. Die unterste Ebene des Gerüstes sind mit Belägen ausgelegt. Zwei Gitterträger fungieren als Aufhängung für ein 2 m x 2 m großes Lichtobjekt. Dabei handelt es sich um eine Gitterkonstruktion aus Walzstahl mit 14 folierten Neonröhren. Diese tauchen den Innenraum der Gerüstkonstruktion in türkis-/petrolfarbenes Licht. Von außen ist die Gerüstkonstruktion komplett mit einer schwarzen, blickdichten Folie verhüllt. Im Inneren lassen transluzente Gewebefolien das Gerüst schemenhaft erkennen.

Oase
„Der Besucher geht in das Gerüst hinein, wird durch drei Gerüstfelder geleitet und betritt dann den mit echtem Rasen ausgelegten Innenraum“, beschreibt Tassilo Lantermann seine Rauminstallation. „Sobald man den 1 m breiten Gerüstgang entlanggeht, erlebt man das Licht, das durch die Gewebeplane hindurchschimmert. Man geht einige Meter innerhalb des Gerüstes wie durch eine Schleuse. Und dann betritt man den rasenbedeckten Innenraum, dessen grüne Farbe durch die Beleuchtung verstärkt wird und einen nahezu surrealen Touch bekommt.“ Das sei ein bisschen wie eine Oase innerhalb einer Baustelle, so der Essener Künstler, der häufig mit Industrie-Materialien wie Holz und Stahl arbeitet.

Handwerker und Künstler

Der junge Künstler Tassilo Lantermann.

Der junge Künstler Tassilo Lantermann. (Foto: Hünnebeck)

Bereits seit seinem fünfzehnten Lebensjahr baut der talentierte Lantermann Bühnenbilder für diverse Theaterhäuser. „Doch da schaut man immer nur frontal drauf, wird also nur bedingt in die Atmosphäre einbezogen. Ich wollte etwas schaffen, bei dem man selber Teil der Atmosphäre und ergänzendes Element der Raumsituation wird.“ Das gilt auch für die beiden weiteren Ausstellungsobjekte – ebenfalls Rauminstallationen: ein 8 m langer Gang aus Holzplanken, der mit Licht und Akustik eine ambivalente Atmosphäre schafft, und ein Würfel (3,00 m x 3,00 m x 3,00 m), in dessen Inneren ein aufgebrochenes, laminiertes Schwein hängt. Eine Arbeit, die bereits an der Kunstakademie ausgestellt wurde.

Der in Essen lebende Tassilo Lantermann hat sich mit seiner selbst organisierten Ausstellung ein Geburtstagsgeschenk gemacht, denn am Eröffnungstag wurde er 23 Jahre alt. Hünnebeck hatte zur Ausstellungseröffnung am 25. Oktober ein Gesamtpaket geschnürt und nicht nur das Gerüstmaterial gestellt, sondern zusätzlich für die Montage das erfahrene Gerüstbauunternehmen Luther aus Duisburg organisiert.
„Prinzipiell hätte der handwerklich versierte Künstler das Gerüst auch selber aufbauen können. Das ist mit unseren extrem sicheren und selbsterklärenden Systemen grundsätzlich machbar. Dennoch ist der Gerüstbau nicht ohne Grund ein eigenständiges Handwerk“, hieß es von Seiten Hünnebeck. Deshalb habe man gerne fachliche Unterstützung bei der Gerüstmontage und -demontage beigesteuert.

Zu den eingesetzten Hünnebeck Gerüstsystemen:

8,26 m x 9,00 m x 5,50 m betragen die Außenmaße der Gerüstkonstruktion.

8,26 m x 9,00 m x 5,50 m betragen die Außenmaße der Gerüstkonstruktion. (Foto: Hünnebeck)

ST 60 ist ein leichtes, leistungsfähiges Stützturmsystem mit maximal 15 kg Gewicht pro Element, das intuitiv anzuwenden und schnell auf- und abzubauen ist. Es kommt mit nur wenigen Basiskomponenten aus und ermöglicht eine Lastabtragung von 240 kN pro Turm. Die Montage und Demontage kann durch das patentierte Belagumsetzverfahren besonders ergonomisch und sicher durchgeführt werden.

Das Konstruktionsgerüst Modex ist ein flexibel einsetzbares Modulgerüstsystem für jede Gerüstaufgabe. Ob als Traggerüst, Raum- oder Bewehrungsgerüst, als Zugangssystem oder bei der Fassadenabstützung: Dank seines speziellen Verbindungsknotens passt sich Modex jeder Form, jedem Grundriss und jeder Höhe problemlos an. Die Vielseitigkeit und die Flexibilität des Systems basieren auf dem „Kraftknotenprinzip“: Auf den Vertikalstielen sind alle 50 cm die sogenannten Modex Teller angeordnet. Sie ermöglichen acht hochbelastbare Anschlüsse in horizontaler wie in diagonaler Richtung.

Schreibe einen Kommentar…

Im Netz teilen


...