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Fernsehtipps der Woche

Kanzlerbungalow, Kölner Hauptbahnhof und Ärger mit Bärlinde

Ein Bau, der aufgrund seiner Bescheidenheit von Anfang an die Gemüter spaltete, ein ‘Pfahl im Fleisch der Kölner Altstadt’ und Ärger mit der Kanzlerbahn.. Viel Vergnügen mit unseren Fernsehtipps der Woche!

 

Köln Hauptbahnhof - Luftaufnahme von Südosten

 

Montag 02.02. 

22.15 Uhr / Eins Festival / Geheimnis Kanzlerbungalow

“(…) Ein Bau, der aufgrund seiner Bescheidenheit von Anfang an die Gemüter spaltete. Was die einen als “Hundehütte” bespöttelten, war für die anderen Ausdruck einer neuen demokratischen Offenheit – ganz anders als die Berliner Prachtbauten der Nationalsozialisten. Als Erhard 1963 zum Kanzler gewählt wurde, stellte sich die Frage nach einer angemessenen Dienstwohnung. Den Architekten wählte Erhard selber aus: Sep Ruf, der schon sein Privathaus am Tegernsee gebaut hatte. Doch die moderne Schlichtheit und Offenheit, die Erhard schätzte, kam bei den meisten seiner Nachfolger nicht an: Kiesinger beauftragte eine Innenarchitektin, die das Haus gemütlicher machen sollte – mit schweren Stilmöbeln, Häkeldeckchen und Antiquitäten; Willy Brandt ließ sich ein Attest ausstellen, um nicht einziehen zu müssen. Die Schmidts hingegen mochten das schlichte Design; Helmut Kohl dagegen fand den Bungalow schlicht “absurd” – blieb aber dennoch am längsten dort wohnen.” (Senderinfo)


Dienstag 03.02.

20.15 Uhr / rbb / Honeckers Regierungsbunker

“(…) Zwischen 1978 und 1983 ließ die DDR Führung diese geheime Anlage dreißig Kilometer nördlich von Berlin bauen. Der Bau versehen mit Spezialtechnik aus der Sowjetunion “Hightech” zumindest damals. Entwickelt wurde das mehrere Hundert Millionen DDR Mark teure Unternehmen von eigenen Spezialisten. In aller Eile musste das Projekt nach vorn getrieben werden, war durch Spionage doch längst bekannt, dass die Regierung der Bundesrepublik Deutschland bereits über einen atomsicheren Regierungsbunker verfügte. Seit den sechziger Jahren existiert ein “Ausweichsitz der Verfassungsorgane der Bundesrepublik” bei Bonn im Ahrtal. Seine Dimensionen stellten alles in den Schatten. Noch heute wohl das teuerste Bauwerk, das je in der alten Bundesrepublik entstand. 3000 Regierungsmitglieder und Beamte sollten hier den atomaren Krieg überleben und das Land im Inferno regieren eine abenteuerliche Vorstellung. Ob es je funktioniert hätte, musste glücklicherweise niemand erleben und erfahren. “ (Senderinfo)


Mittwoch 04.02.

22.15 Uhr / n-tv / Strip the City – London

“Unterhalb der Straßen Londons existiert ein wahres Paralleluniversum. Je höher die Gebäude wuchsen, desto tiefer wurden auch die Tunnel. London hat eine ausgefeiltere unterirdische Infrastruktur als jede andere Stadt. Die Dokumentation zeigt, wie das alles erschaffen wurde und wie es funktioniert.” (Senderinfo)

23.05 Uhr / n-tv /  Strip the City – Rome

“Sie sind Erkennungsmerkmale jeder modernen Metropole: Wolkenkratzer. Ihre Entwicklung wurde von außergewöhnlichem Einfallsreichtum, aber auch von Katastrophen geprägt. “Geniale Erfindungen” reist in die Vergangenheit und erweckt die Ideen zum Leben, die das heutige Erscheinungsbild von Wolkenkratzern definiert und revolutioniert haben. Mithilfe modernster Animationen und Filmtechnik wird die Zukunft des urbanen Häuserbaus in beeindruckenden Bildern gezeigt.” (Senderinfo)


Donnerstag 05.02.

19.05 Uhr / n-tv / Monster aus Stahl: Die Alleskönner

“Er ist ein Kran, Bagger und Traktor zugleich: Der Prinoth Panther ist ein Mehrzweckfahrzeug, das in schwergängigem Gelände unersetzbar ist. Doch gegen den riesigen Bagger im Kohlebergwerk in den Rocky Mountains sieht er klein aus. Die n-tv Dokumentation zeigt Stahl-Giganten, die buchstäblich Berge versetzen können.” (Senderinfo)


Freitag 06.02.

19.45 Uhr / ZDF info / Der Milliarden-Wahnsinn

“Der Neubau eines Fünf Sterne-Wellnesshotel in Warnemünde war richtig teuer: knapp 100 Millionen Euro. Fast die Hälfte davon waren aber öffentliche Fördergelder. Zu Unrecht, sagt die Staatsanwaltschaft. Der Bauherr wurde festgenommen.146 Euro zahlt jeder Bundesbürger jährlich in die Haushaltskassen der EU. Ein Großteil des Geldes fließt zurück: als Subventionen. Eine milliardenschwere Umverteilung. Aber nicht immer geht es dabei mit rechten Dingen zu. ZDFzoom fragt: Wie sinnvoll ist die europäische Subventionspolitik tatsächlich?”

20.15Uhr / WDR / Geheimnis Kölner Hauptbahnhof

“Der Dom und die Hohenzollernbrücke – seit über 100 Jahren prägen sie das berühmte Panorama der Kölner Altstadt auf Ansichtskarten und Millionen von Touristenfotos. Nebenan duckt sich der gewaltige Baukörper des Hauptbahnhofs. Das Ensemble ist weltweit einmalig – wo sonst hält der Zug schon mehr oder weniger direkt vor den Pforten einer gotischen Kathedrale! Doch das hat keineswegs allen gefallen. Schon vor 150 Jahren wurde der damals noch recht bescheidene erste Kölner ‘Centralpersonenbahnhof’ als ‘Pfahl im Fleisch der Kölner Altstadt’ empfunden. Er degradiere den Hohen Dom zu Köln zum Wartesaal dritter Klasse und zerschneide brutal die Stadt – städtebaulicher Unfug. Mehrmals sollte der Bahnhof verlegt werden, doch er hielt beharrlich aus auf der tatsächlich dafür unmöglichsten Stelle in der Stadt: ein 255 Meter langer Koloss, ein sperriger Riegel mitten in der Altstadt. (…)” (Senderinfo)


Samstag 07.02.

18.32 Uhr / rbb / Ärger mit der Kanzlerbahn: Bärlinde sitzt fest

“Mit der Tunnelvortriebsmaschine Bärlinde hat Paul Kolmsee die erste U-Bahn-Röhre tief unter der Straße Unter den Linden bis zum Bahnhof Brandenburger Tor fertiggestellt. Doch als die 70 Meter lange Tunnelfabrik wieder zurückgezogen wird, passiert es. Sechs Kubikmeter Erdreich rutschen vor das Schneidrad. Tagelang muss der Hauptstadtboulevard für den Autoverkehr gesperrt werden, weil die Fahrbahn einbrechen könnte. Für den Bau der zweiten Röhre werden dennoch riesige Stahlteile vom Westhafen auf Tiefladern durch die Stadt manövriert. Bärlinde soll mit großen weißen Töpfen und einem neuen Schneidrad fit gemacht werden für ihre neue Fahrt durch den Berliner Untergrund. Doch weil der Kopf von Bärlinde am Brandenburger Tor fest sitzt, geht erst mal gar nichts. Vor dem Roten Rathaus ist unter mächtigen Betonplatten indes schon der künftige Bahnhof der Berliner Regierungszentrale zu erkennen.” (Senderinfo)


Sonntag 08.02.

12.20 Uhr / HR  / Fachwerk im nördlichen Hessen

Touristen aus aller Welt sind verzaubert vom Charme historischer Fachwerkstädte in Hessen, weltberühmt wie Melsungen, Alsfeld, Rotenburg oder Eschwege. Aber immer weniger Einheimische wollen in diesen Häusern wohnen. Sie sind klein, krumm und schief, haben niedrige Decken und zumeist einen hohen Sanierungsbedarf. Vielerorts sind die Häuser schon verlassen. Alles zu erhalten ist unmöglich, meint Manfred Gerner, Fachwerk-Experte aus Fulda. Mitunter hilft nur noch ein Abriss, um ein Fachwerk-Ensemble zu erhalten – eine provokante These. Gerner berät Städte, Gemeinden und die Bundesregierung. Eine Fachwerkakademie, wie sie in Grebenstein entsteht, ist ganz in seinem Sinne.” (Senderinfo)

 

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Datum 2. Februar 2015
Autor jk
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