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Pfahlbausiedlung auf Bodensee-Halbinsel Höri gefunden

Rekonstruktion einer Siedlung im Pfahlbaumuseum Unteruhldingen am Bodensee

Rekonstruktion einer Siedlung im Pfahlbaumuseum Unteruhldingen am Bodensee (Foto: Gerhard Schauber (CC-BY-SA 3.0))

In einer Baugrube auf der Bodensee-Halbinsel Höri haben Archäologen Überreste einer großen Pfahlbausiedlung entdeckt. Bis zu 400 Menschen lebten dort vor rund 5000 Jahren nach Angaben von Bodo Dieckmann vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg in Gaienhofen. «Das Bedeutende an der Siedlung ist die Höhenlage, es handelt sich um die am höchsten liegende steinzeitliche Siedlungsoberfläche am Bodensee», sagte der Archäologe am Dienstag ,den 19. Februar. Zudem gäben die aktuellen Funde Aufschluss über die Zeit von 3300 bis 3200 vor Christus, über die bisher gar nichts bekanntgewesen sei.

Zurzeit sind laut Dieckmann acht Archäologen auf 140 Quadratmetern mit den Ausgrabungen beschäftigt, auf 1800 Quadratmetern werde außerdem etwa einen Meter tief nach Fundstücken gebohrt. Neben Pfählen, die den Angaben zufolge auf bis zu 40 Gebäude schließen lassen, wurden Tierknochen, Fischreste, Steinbeile, Querangeln und Keramikscherben entdeckt. Von ihnen erhoffen sich die Archäologen nun Erkenntnisse über die Ernährungs- und Fischfanggewohnheiten der Bewohner, die als Bauern, Jäger und Fischer lebten.

Datum 20. Februar 2013
Autor dpa
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