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Thyssenkrupp-Chef sieht in dem erwarteten Dax-Abstieg kein Problem

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Logo_ThyssenKrupp (Foto: ThyssenKrupp)

Der neue Thyssenkrupp-Chef Guido Kerkhoff hat mit dem erwarteten Abstieg aus der ersten Börsenliga nach der geplanten Aufteilung des Konzerns kein Problem. “Der Dax ist kein Selbstzweck”, sagte er der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» (WAZ, Dienstagausgabe). “Wir schaffen zwei starke Unternehmen, die sich besser entwickeln können als Thyssenkrupp in der derzeitigen Aufstellung.” Das sei für die Mitarbeiter entscheidend. “Es geht hier nicht um Eitelkeiten.” Mit Thyssenkrupp würde nach der Commerzbank innerhalb kurzer Zeit ein zweiter Traditionskonzern aus dem Dax verschwinden.

Thyssenkrupp selbst ist zwar erst 1999 im Dax notiert – aber mit Thyssen war eine der Vorgängergesellschaften Gründungsmitglied des seit 1988 existierenden Dax, in dem die 30 größten börsennotierten Konzerne Deutschlands versammelt sind. Die Commerzbank war ebenfalls von Anfang an dabei, musste aber nach den heftigen Kursverlusten in den vergangenen Jahren vor kurzem den Platz für das Fintech-Unternehmen Wirecard räumen.

Bei Thyssenkrupp gilt es als wahrscheinlich, dass die geplanten Gesellschaften Materials (Stahl und Werkstoffhandel) sowie Industrials (Aufzüge, Autoteile, Anlagenbau) nicht die Dax-Kriterien bei der Marktkapitalisierung erfüllen. Um im Dax notiert zu sein, muss man zu den wertvollsten Unternehmen des Landes zählen und zudem muss die Aktie rege gehandelt werden. Kerkhoff betonte aber, dass dies keine Auswirkung auf das Geschäft haben werde. “Beide Unternehmen können sich alleine besser entwickeln”, sagte er. “Beide werden auch finanziell stärker sein.”

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Datum 2. Oktober 2018
Autor dpa
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