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Thyssenkrupp-Chef unter Druck – Kritik an Cevian

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Logo_ThyssenKrupp (Foto: ThyssenKrupp)

Vor dem Hintergrund von Verzögerungen bei der geplanten Stahlfusion mit Tata hat Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger seinen Kurs mit Nachdruck verteidigt. “Ich halte es aus, wenn andere sagen, das dauert mir zu lange”, sagte Hiesinger in einem Interview mit dem Magazin “Wirtschaftswoche” (Freitag). Hiesinger wies dabei ausdrücklich die anhaltende Kritik des Thyssenkrupp-Großaktionärs Cevian zurück. “Er vermittelt den Eindruck, dass wir als Unternehmen stehen geblieben wären. Das ist nicht so”, sagte Hiesinger.

Erst in der vergangenen Woche hatte Thyssenkrupp mitgeteilt, dass sich die geplante Stahlfusion mit Tata weiter verzögern werde. Beobachter gehen davon aus, dass der Zusammenschluss nun erst im Juni besiegelt werden könnte. Ursprünglich hatte das Unternehmen einen Abschluss bereits zum Jahresbeginn in Aussicht gestellt. Auch der Termin für eine bei der Hauptversammlung im Januar zunächst für den Mai angekündigte Neuaufstellung der Strategie wird sich damit voraussichtlich verzögern.

Cevian hatte zuletzt vor wenigen Wochen seine Kritik am Kurs von Thyssenkrupp erneuert. Der schwedische Investor ist mit einem Anteil von rund 18 Prozent zweitgrößter Aktionär des Essener Industriekonzerns. Bereits mehrfach hat Cevian faktisch die Möglichkeit für eine mögliche Zerschlagung des Konzerns gefordert. In dem Interview mit dem Magazin wies Hiesinger nun erneut auf seine langfristige Strategie hin. “Das dauert etwas länger, ist aber nachhaltig erfolgreicher”, sagte er. So habe das Unternehmen unter anderem seit seinem Amtsantritt mehrere Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investiert.

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Datum 20. April 2018
Autor dpa
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