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Thyssenkrupp senkt Prognose für Gesamtjahr

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Logo_ThyssenKrupp (Foto: ThyssenKrupp)

Der Industriekonzern Thyssenkrupp hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2017/2018 gesenkt. Hintergrund sind zusätzliche Aufwendungen im Industriegütergeschäft und eine Neubewertung einzelner Projekte, wie der Konzern am Dienstagabend, 31. Juli, mitteilte. Die Sparte wird dadurch im dritten Quartal, über das der Konzern am 9. August berichten wird, einen bereinigten operativen Verlust (Ebit) in Höhe von rund 220 Millionen Euro ausweisen. Auch der Umsatz der Sparte werde geringer ausfallen als erwartet.

Das hat Auswirkungen auf den Gesamtkonzern. Für das laufende Jahr rechnet Thyssenkrupp nun mit einem bereinigten Ebit in Höhe von noch rund 1,8 Milliarden Euro. Bislang hatte sich der Konzern eine Bandbreite von 1,8 bis 2 Milliarden Euro gesetzt. Im Jahr zuvor hatte Thyssenkrupp ein Ebit in Höhe von 1,72 Milliarden Euro erzielt.

Der Jahresüberschuss des Konzerns soll aber weiterhin signifikant besser als das Vorjahresergebnis von 271 Millionen Euro ausfallen. Die Aktie geriet nachbörslich unter Druck.

Nach fünf Jahren als Chefaufseher bei Thyssenkrupp räumte Ulrich Lehner am Dienstag seinen Posten. Zunächst wird der stellvertretende Aufsichtsratschef Markus Grolms von der IG Metall die Geschäfte des Gremiums weiter führen, bis es eine Einigung auf einen Nachfolger gibt. Der Gewerkschaftssekretär hatte die überraschenden Rücktritte zunächst von Konzernchef Heinrich Hiesing und anschließend von Lehner scharf kritisiert. Für beide Manager wurden bislang keine dauerhaften Nachfolger gefunden. Lehner, der ursprünglich bis 2020 gewählt worden war, war seit 2008 Mitglied im Aufsichtsrat von Thyssenkrupp und seit 2013 dessen Vorsitzender.

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Datum 1. August 2018
Autor dpa
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