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Und Beton schwimmt doch

Beton schwimmt – den besten Beweis hierfür liefern alle zwei Jahre die Teilnehmer an der „Betonkanu-Regatta“ der deutschen Zement- und Betonindustrie. Mit ihren innovativen Booten aus Beton versetzen sie dabei nicht nur den Laien, sondern auch so manchen Baufachmann immer wieder in Erstaunen. Und zeigen gleichzeitig, dass der Umgang mit moderner Betontechnologie auch jede Menge Spaß machen kann.

Das Team der Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Das Team der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Detmold mit ihrem Betonkanu und mit dem kleinen Emil, dem Namenspatron des Bootes. (Foto: Dyckerhoff)

Die durch die deutsche Zement- und Betonindustrie ausgerichtete Betonkanu-Regatta ist eine Mischung aus Beton- und Bootsbautechnik, sportlichem Wettkampf und vor allem viel Spaß. Die Teilnehmer kommen aus berufsbildenden Schulen, Fachhochschulen, Universitäten und anderen Institutionen, an denen Betontechnik gelehrt wird. Zur Teilnahme am Wettkampf ist die komplexe Aufgabe zu lösen, die Festigkeit und Wasserundurchlässigkeit der Baustoffe so in der Kanukonstruktion zu nutzen, dass leichte und gleichzeitig robuste Kanus entstehen. In diesem Jahr fand die Betonkanu-Regatta bereits zum 14. Mal statt – vor einer Rekordkulisse von über 1.200 Studierenden als Unterstützung und mit über 120 Teilnehmern aus 51 Hochschulen am Start. Die Teams kamen aus dem gesamten Bundesgebiet, aber auch aus dem europäischen Ausland und fuhren diesmal auf dem Dutzendteich in Nürnberg um die Wette.

Seit der ersten Regatta unterstützt das Unternehmen Dyckerhoff mit seinen innovativen Entwicklungen bei Zement und Beton einige Teams mit Material und Know how. Dabei spiegeln die unterschiedlichen Boote auch die Vielfalt der Dyckerhoff Bindemittel wieder. Auffallend war, dass in diesem Jahr nicht nur Studenten aus dem Bauingenieurwesen, sondern in zunehmendem Maße auch Studenten aus den Bereichen Architektur und Gestaltung den Beton als kreativen Werkstoff entdeckt hatten und sich ebenfalls mit großem Enthusiasmus am Bau der Kanus beteiligten.

Architekturstudenten mit „Faltwerk-Kanu“

Kanu der Hochschule RheinMain

Das Kanu "Löwin" der Hochschule RheinMain aus Wiesbaden, ebenfalls hergestellt mit Dyckerhoff Nanodur als Bindemittel. (Foto: Dyckerhoff)

So entstand im Fachbereich Architektur und Innenarchitektur der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Detmold  durch ausschließlich angehende Architekten ein Betonboot auf der Basis von Dyckerhoff Nanodur®, einem genormten Spezialbindemittel für ultrahochfeste Betone. Das Besondere an dem Boot war seine filigrane Konstruktion als ein „faltbares“ Boot. Bemerkenswert ist auch der Entstehungsprozess der Konstruktion. Jedes Teammitglied hat zu Beginn des Projektes ein eigenes Kanu entworfen. Aus den verschiedenen Entwürfen wurde dann nach ausführlicher Wertung in demokratischer Weise der erfolgversprechendste Entwurf zur Fertigung ausgewählt. Nicht alltäglich für Architekturstudenten war nach Einschätzung von Jurymitgliedern die intensive Beschäftigung mit Baustoff und Konstruktion, die sich insbesondere auch in der Gestaltung und Fertigung der vielen Fugen des „Faltwerkes“ zeigte.

Eine ganz eigene Geschichte am Rande ist die Namensgebung des Bootes. Dafür sorgte eine ganz besondere Konstellation im Team; denn einer der wissenschaftlichen Betreuer wurde während der Bauphase Vater. Daher fiel die Wahl des Namens für das Kanu auf den Vornamen des Kindes. Dieser blieb allerdings zunächst geheim. Erst nach der kurz vor der Regatta erfolgten Geburt konnte das Boot daher auf den Namen „Emil“ getauft werden. Der kleine Emil war in Nürnberg natürlich auch selbst dabei und wurde von den stolzen Eltern dem gesamten Team präsentiert – ja er durfte sogar in „seinem“ Boot schon mal probeliegen.

Von der Löwin bis zu den Wikingern: Vielfalt dominiert!

Kanu der Studenten der Ruhr-Universität Bochum

Die Kanus der Studenten der Ruhr-Universität Bochum „Rag-narök“ und „Loki“ wurden mit einer kompletten Wikinger-Crew in stilechten Kostümen besetzt. (Foto: Dyckerhoff)

Die Hochschule RheinMain in Wiesbaden setzte ebenfalls auf Dyckerhoff. Bei der Konstruktion des Bootes mit dem Namen „Lea“  wurde im Prinzip das innovative Konzept des erfolgreichen Vorgängermodells Basalton übernommen, bei dem als Bewehrung ein Basaltfasergewebe verwendet wurde. Um Gewicht und Form des Kanus zu optimieren, wurde auch  bei der „Löwin“ Dyckerhoff Nanodur® als Bindemittel verwendet. Dieses Bindemittel wurde ebenfalls von den Hochschulen Darmstadt, Stuttgart und Aachen verwendet, die allesamt qualitativ hochwertige Boote gebaut hatten.  „Canoe – Yes, you can“ sagten die Studenten der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus btu. Sie hatten für ihr Boot eine fließfähige, hochfeste Rezeptur mit Leichtzuschlägen entwickelt. Verwendet wurde dabei Dyckerhoff Variodur 50 mit roten Pigmenten. Um mehr als nur um aus Beton gebaute Kanus ging es den Studenten der Ruhr-Universität Bochum. Die in Holzoptik gehaltenen Boote „Ragnarök“ und „Loki“ wurden gleichzeitig mit einer kompletten Wikinger-Crew in stilechten Kostümen besetzt. Zur Konstruktion der eindrucksvollen Drachenkopf-Boote kam Dyckerhoff Weisszement in Verbindung mit Blähglas als Gesteinskörnung zum Einsatz. Ein feines Polymernetz im Betongefüge sollte dabei die Wasserdurchlässigkeit und die Schwindneigung reduzieren sowie die Elastizität erhöhen.

Das Rennen gewonnen hat übrigens die Uni Twente – sowohl im Wettbewerb der Damen als auch der Herren.

Weitere Informationen:

Homepage der Betonkanu-Regatta

Dyckerhoff Deutschland

Leserkommentare

  1. Hermann R. Poppe | 19. Mai 2017

    Hello !! Hier Herri !!Ich suche noch die rechte Beton und Zugabe Mischung für ein größeres Boot .Was habt ihr verwendet , was empfielt ihr für eine Mischung?

  2. jv | 19. Mai 2017

    Hello Herri,
    wir können dir da nicht weiterhelfen. Vielleicht erhältst du hier Infos: https://www.betonboot.de/
    Beste Grüße
    das momentum-team

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Datum 18. September 2013
Autor Dyckerhoff
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