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Vorschau: Bautechnik, Material und Gestaltungsanspruch am Beispiel Pompeji

Ausgrabungsstätte Pompeji, Reste des Apollon Tempel, der Vulkan Vesuv im Hintergrund

Ausgrabungsstätte Pompeji, Reste des Apollon Tempel, der Vulkan Vesuv im Hintergrund (Foto: Frankfurt2010 (CC BY-SA 3.0))

Öffentliches und privates Bauen ist entscheidend von den technischen Gegebenheiten der jeweiligen Epoche, aber in gleichem Maße auch von den jeweils zur Verfügung stehenden Baumaterialien abhängig. Wie kein anderes Beispiel der Antike bietet das 79 n. Chr. bei einem Vesuvausbruch verschüttete und seit dem 18. Jh. wieder ausgegrabene Pompeji mit seinem außerordentlich guten Erhaltungszustand die Möglichkeit, das städtische Erscheinungsbild vor dem Hintergrund dieser Bedingungen eingehender zu analysieren. Auf Grund veränderter politisch-ökonomischer Verhältnisse wird im Späthellenismus aus einer bescheidenen, landwirtschaftlich geprägten Siedlung der archaisch-klassischen Zeit eine wohlhabende Kaufmannsstadt mit dezidiert urbanem Charakter. Ein wahrer Bauboom, bei dem öffentliche und private Architektur miteinander konkurrieren, verändert das Stadtbild grundlegend. So wie das Baugeschehen im Berlin des 19. Jahrhunderts ganz wesentlich von der Produktion und Verwendung von Ziegeln geprägt war, eröffnete das seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. neu erschlossene Baumaterial Tuff kombiniert mit Pozzolanmörtel in Pompeji neue Techniken des Konstruierens und auf Grund seiner spezifischen Eigenschaften ebenso der Gestaltung. Trotz der im Verlauf der Zeit sich weiter wandelnden Voraussetzungen charakterisieren die späthellenistischen Errungenschaften die Vesuvstadt Pompeji bis heute.


Vortragender:
Prof. Dr.-Ing. Adolf Hoffmann, Berlin

Datum, Uhrzeit: Donnerstag, 28. Mai 2015, 17:30 Uhr

Ort: Deutsches Technikmuseum, Trebbiner Straße 9, 10963 Berlin (Vortragssaal 4. Stock)

 

Der Vortrag ist Bestandteil der Reihe “Praktiken und Potenziale von Bautechnikgeschichte” und ist der dritte Beitrag der diesjährigen Reihe „Bautechnik der Antike“, die der Lehrstuhl für Bautechnikgeschichte und Tragwerkserhaltung der BTU Cottbus-Senftenberg (Ltr.: Prof. Dr.-Ing. Werner Lorenz), der VDI-Arbeitskreis Bautechnik (Ltr.: Dipl.-Ing. Andreas Götze) und der Arbeitskreis Technikgeschichte (Ltr.: Dr.-Ing. Karl-Eugen Kurrer, Dr. Stefan Poser) zusammen mit dem Deutschen Archäologischen Institut, Berlin (Architekturreferat – Prof. Dr.-Ing. Ulrike Wulf-Rheidt) veranstaltet.

 

 

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Datum 27. Mai 2015
Autor Arbeitskreis
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