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Vorschau: Stapeln. Schichten. Mauern bauen. Bauwerkstuning im spätzeitlichen Ägypten

Die undulierende Umfassungsmauer des Hathor-Tempels von Dendera in Oberägypten

Die undulierende Umfassungsmauer des Hathor-Tempels von Dendera in Oberägypten (Max Johann Beiersdorf)

In der Spätzeit des Alten Ägypten, der Zeit der letzten einheimischen Pharaonen vom 7. bis 4. Jahrhundert v. Chr., kommt es in vielerlei Hinsicht zu einem erneuten Erblühen der altägyptischen Kultur: neue Tempel entstehen, Wirtschaft und Handel prosperieren, die Zahl der Bevölkerung wächst. Doch dieser kulturelle Aufschwung ist einer permanenten Gefahr durch die Perser und anderer Völker ausgesetzt. Vor diesem Hintergrund werden in einem großangelegten Bauprogramm viele Tempel Ägyptens mit Umfassungsmauern enormen Ausmaßes geschützt – manche sind bis zu 18 Meter dick und über 20 Meter hoch. Die Umsetzung dieses ehrgeizigen Bauvorhabens bedurfte einer innovativen Lösung, die eine Beschleunigung des Bauprozesses ermöglichte. Die Einteilung der Mauern in einzelne Abschnitte und die Ausführung in undulierender Bauweise erlaubten es, die Errichtungszeit, des immensen Bauvolumens zum Trotz, zu minimieren und gleichzeitig die Stabilität der Umfassungsmauern nachhaltig zu stärken.

Der Vortrag beleuchtet zunächst die kulturgeschichtlichen Hintergründe dieser Großbauprojekte und stellt einige ausgewählte Beispiele dieses Bautyps vor. Im Anschluss soll der mögliche Prozess der Errichtung der undulierenden Umfassungsmauern – von der Herstellung der Lehmsteine, über Transport und anschließendem Verbau – auf Grundlage eines interdisziplinären Untersuchungsansatzes vorgestellt werden.

Vortragender: Dipl.-Ing. Max Beiersdorf, Lehrstuhl für Bautechnikgeschichte und Tragwerkserhaltung der BTU Cottbus-Senftenberg

Datum, Uhrzeit: Donnerstag, 26. Oktober 2017, 17 Uhr 30

Veranstaltungsort: Deutsches Technikmuseum, Trebbiner Straße 9, 10963 Berlin, Vortragssaal

Verkehrsverbindungen: U-Bahnhof Gleisdreieck, U-Bahnhof Möckernbrücke

 

Praktiken und Potenziale von Bautechnikgeschichte

Der Vortrag ist Bestandteil der Reihe “Praktiken und Potenziale von Bautechnikgeschichte” und ist der siebte Beitrag der diesjährigen Reihe „Bautechnik vor der klassischen Antike“, die der Lehrstuhl für Bautechnikgeschichte und Tragwerkserhaltung der BTU Cottbus-Senftenberg (Ltr.: Prof. Dr.-Ing. Werner Lorenz), der VDI-Arbeitskreis Bautechnik (Ltr.: Dipl.-Ing. Andreas Götze) und der Arbeitskreis Technikgeschichte (Ltr.: Dr.-Ing. Karl-Eugen Kurrer, Dr. Stefan Poser) zusammen mit dem Deutschen Archäologischen Institut, Berlin (Architekturreferat – Prof. Dr.-Ing. Ulrike Wulf-Rheidt) veranstaltet.

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Datum 24. Oktober 2017
Autor Beiersdorf/VDI
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