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Vorschau: Windpumpsysteme in Holland und den USA und ihre ökonomische Bedeutung

Konstruktiver Aufbau einer Wippmühle

Konstruktiver Aufbau einer Wippmühle (Gasch)

In Holland wurden seit Jahrhunderten große 4-flüglige Windkraftanlagen zur Entwässerung und Landgewinnung eingesetzt: “Gott und die Holländer schufen die Erde”. Der Durchmesser dieser Windräder betrug 10 bis 20 m. Die Schnelllaufzahl (Umfangsgeschwindigkeit / Windgeschwindigkeit) der Anlagen betrug etwa 2 bis 3. Konstruiert wurde mit Holz und Metallbeschlägen. Die Produktion erfolgte handwerklich in Kleinstserien.

In den USA wurden seit 1854 Windpumpsysteme zur Wasserversorgung von Mensch und Tier sowie zur landwirtschaftlichen Bewässerung eingesetzt. Das waren Windräder mit 15 bis 25 verzinkten Metallflügeln und Durchmessern von etwa 2 bis 4 m, die eine Kolbenpumpe antrieben. Auch die Fachwerktürme waren aus verzinktem Stahl. In den Dürrejahren 1880 und 1890 galt die Devise “Irrigate or emigrate”.

Diese Windpumpen wurden in Serien hergestellt. Allein die Firma Halliday produzierte im Jahr 1899 an die 100.000 Anlagen. Henry Ford soll deren Serienfertigung besucht haben, um für seine PKW-Produktion zu lernen.

Ausgeprägte Parallelen zu diesen Entwicklungen von Windpumpsystemen in Holland und den USA gab es in Deutschland nicht.

Vortragender: Prof. Dr.-Ing. Robert Gasch, TU Berlin

Datum, Uhrzeit: Donnerstag, 18. Januar 2018, 17 Uhr 30

Veranstaltungsort: Deutsches Technikmuseum, Trebbiner Straße 9, 10963 Berlin, Vortragssaal

Verkehrsverbindungen: U-Bahnhof Gleisdreieck, U-Bahnhof Möckernbrücke

Der Vortrag ist Bestandteil der Reihe “ Geschichte neuer Technologien ” des Arbeitskreises Technikgeschichte (Ltr.: Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Karl-Eugen Kurrer, Dr. Stefan Poser)

im VDI-Bezirksverein Berlin-Brandenburg.

 

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Datum 10. Januar 2018
Autor VDI-Bezirksverein Berlin-Brandenburg/Robert Gasch
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