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Vortrag am Donnerstag, 6. Juni 2019: Das Shell-Haus in Berlin

Praktiken und Potenziale von Bautechnikgeschichte
Vorträge im Deutschen Technikmuseum Berlin 2019

Ingenieurbaukunst in Berlin

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Gerade auch in Berlin sind seit Jahrhunderten vielfältige Zeugnisse hochwertiger Ingenieurbaukunst entstanden. Manche davon, wie der Anhalter Bahnhof oder auch die Deutschlandhalle, gingen durch Kriegs- und Nachkriegszerstörungen verloren. Zahlreiche herausragende Beispiele aber sind erhalten, und in jüngerer Zeit kamen weitere spannende Bauten hinzu. Oft stehen sie in Verbindung mit außerordentlicher Architektur und sind allseits bekannt. Andere hingegen sind eher unscheinbar und neuerlich vom Abriss bedroht. Die Vortragsreihe widmet sich neun dieser Bauten. Jeweils zwei Referenten oder Referentinnen thematisieren zunächst die Geschichte des Bauwerks, um dann auf eher technische Fragen der heutigen Bewertung, Erhaltung und Entwicklung einzugehen.

Donnerstag, 6. Juni 2019, 17 Uhr 30

Das Shell-Haus in Berlin

Dr. -Ing. Ines Prokop, Verband Beratender Ingenieure VBI, Berlin
Dipl.-Ing. Burckhardt Fischer, Burckhardt Fischer Architekten und Ingenieure, Berlin

Die beiden Veranstalter laden ins Deutsche Technikmuseum ein.

Die beiden Veranstalter laden ins Deutsche Technikmuseum ein. (Deutsches Technikmuseum VDI Berlin-Brandenburg)

Das Shell-Haus ist für viele das schönste Bürohaus, zudem eines der interessantesten Stahlskelettbauwerke und schließlich eines der ersten Hochhäuser Berlins. Mit der markanten wellenförmigen Fassade gewann Emil Fahrenkamp 1928 den Architektenwettbewerb. Die Tragwerksplanung für das von 1930 bis 1932 errichtete Gebäude erstellte das Ingenieurbüro Gerhard Mensch – bis zum 2. Weltkrieg eines der leistungsfähigsten Ingenieurbüros von ganz Berlin. Herausragend beim bis zu elf Etagen hohen Shell-Haus war seinerzeit die Aussteifung durch Stockwerksrahmen sowie die Entkopplung des Bauwerks von den durch Straßenverkehr am Landwehrkanal hervorgerufenen Erschütterungen.
Ende der 1990er Jahre wurde das Shell-Haus nach langem Ringen der damaligen Bauherren mit der Denkmalpflege vollständig und aufwändig saniert. Seit Februar 2000 erstrahlt das Gebäude wieder im hellen Römischen Travertin.
Im ersten Teil des Vortrags wird Dr. Ines Prokop über das Tragwerk und seine Besonderheiten referieren. Der Architekt Burckhardt Fischer wird danach über die Sanierung von Fahrenkamps Meisterwerk berichten, die nicht nur eine besondere technische Herausforderung wurde, sondern auch eine Zeit lang zwischen die Fronten politischer Einflussnahmen und denkmalpflegerischer Überzeugungen geriet.

Veranstaltungsort: Deutsches Technikmuseum, Trebbiner Straße 9, 10963 Berlin, Vortragssaal
Verkehrsverbindungen: U-Bahnhof Gleisdreieck, U-Bahnhof Möckernbrücke

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Datum 30. Mai 2019
Autor Dr. -Ing. Ines Prokop, Dipl.-Ing. Burckhardt Fischer
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