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Vortrag am Donnerstag, 7. November: Die Umbauung des Fernsehturms

Praktiken und Potenziale von Bautechnikgeschichte
Vorträge im Deutschen Technikmuseum Berlin 2019

Ingenieurbaukunst in Berlin

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Gerade auch in Berlin sind seit Jahrhunderten vielfältige Zeugnisse hochwertiger Ingenieurbaukunst entstanden. Manche davon, wie der Anhalter Bahnhof oder auch die Deutschlandhalle, gingen durch Kriegs- und Nachkriegszerstörungen verloren. Zahlreiche herausragende Beispiele aber sind erhalten, und in jüngerer Zeit kamen weitere spannende Bauten hinzu. Oft stehen sie in Verbindung mit außerordentlicher Architektur und sind allseits bekannt. Andere hingegen sind eher unscheinbar und neuerlich vom Abriss bedroht. Die Vortragsreihe widmet sich neun dieser Bauten. Jeweils zwei Referenten oder Referentinnen thematisieren zunächst die Geschichte des Bauwerks, um dann auf eher technische Fragen der heutigen Bewertung, Erhaltung und Entwicklung einzugehen.

Donnerstag, 7. November 2019, 17 Uhr 30

Die Umbauung des Fernsehturms

Dr.-Ing. Rolf Heider, Berlin
Dr. Stephanie Herold, Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT) Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Die beiden Veranstalter laden ins Deutsche Technikmuseum ein.

Die beiden Veranstalter laden ins Deutsche Technikmuseum ein. (Deutsches Technikmuseum VDI Berlin-Brandenburg)

Der Berliner Fernsehturms ist mit einem pavillonartigen Gebäudekomplex umbaut, welcher neben der Eingangsfunktion eine Überleitung des himmelstürmenden Turmes auf die irdischen Maßstäbe erzeugt. In der DDR-Ära ein Ort der Begegnung und Kultur, beinhalteten die Gebäudetrakte diverse vielbesuchte Restaurants, Ausstellungssäle und sogar ein Kino. Die Planung folgte 1967 zusammen mit den vorgelagerten Wasserkaskaden und den barock wirkenden Freiflächen dem Gedanken einer zentralen Ost-Westachse zwischen dem Bahnhof Alexanderplatz und dem Neptunbrunnen, um gleichzeitig mit den langgestreckten zweigeschossigen Baukörpern eine Verspannung der Liebknechtstraße mit der Rathausstraße zu erzeugen. Der Architekt – Walter Herzog – entwarf mit den weit nach oben und unten auskragenden Dächern die Gebäudegestalt, und der Tragwerksplaner – Rolf Heider – gab der Umbauung die statisch-konstruktive Struktur, die insbesondere durch das Dach als Zickzack-Faltwerk die Architektur eindrucksvoll bereichert.
Als ehemaliger Akteur beschreibt Rolf Heider die dramatische Planungsgeschichte und erläutert die Statik und Konstruktion des Bauwerkes. Die Denkmalwissenschaftlerin – Stephanie Herold -beurteilt den städtebaulich-architektonischen Wert des gesamten Ensembles und setzt sich kritisch mit den zukünftigen Nutzungsvorstellungen dieses Ortes auseinander.

Veranstaltungsort: Deutsches Technikmuseum, Trebbiner Straße 9, 10963 Berlin, Vortragssaal
Verkehrsverbindungen: U-Bahnhof Gleisdreieck, U-Bahnhof Möckernbrücke

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Datum 1. November 2019
Autor Dr.-Ing. Rolf Heider, Dr. Stephanie Herold
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