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Wenn es kein GAEB gäb’

Wilhelm Veenhuis, Dipl.-Ing. für Vermessungswesen, Bauunternehmersohn, Geschäftsführender Gesellschafter der MWM Software & Beratung GmbH, Vorstand beim BVBS und hartnäckiger Mitarbeiter beim DIN, VDI, GAEB und REB

Wilhelm Veenhuis, Dipl.-Ing. für Vermessungswesen, Bauunternehmersohn, Geschäftsführender Gesellschafter der MWM Software & Beratung GmbH, Vorstand beim BVBS und hartnäckiger Mitarbeiter beim DIN, VDI, GAEB und REB (MWM)

Drei Fragen an Wilhelm Veenhuis, Gründer und Gesellschafter MWM Software & Beratung GmbH

Herr Veenhuis, warum erhöht MWM nach nur 27 Jahren schon wieder das Entgelt für einen Wartungsvertrag und wie erklären Sie das Ihren über 2.500 Kunden?

Unsere Kunden erhöhen ja auch ihre Preise und das nicht zum ersten Mal seit 27 Jahren. Ich sehe da keine Probleme für unsere erste Preiserhöhung – unser Support ist super und das genießen unsere Kunden. Eigentlich kaum vorstellbar: Wir haben in den letzten 27 Jahren ca. 6.750 Arbeitstage gehabt, da haben wir an 4 Tagen keinen Support geleistet und das waren immer MWM-Feiern. Das sollten wir feiern.

Zufällig gibt es in Nordhorn die H. Veenhuis Generalbau GmbH & Co. KG. Was können Sie zu Ihrer Verteidigung dazu sagen?

Ich bin in die Bautätigkeiten meines Vaters Hans Veenhuis hineingeboren. Kaum war ich 3 Jahre alt, hat er seine Baufirma gegründet. Ab dem Tag gab es kein Entrinnen mehr: habe ich mich anfangs noch in seinem Auto versteckt, um mit auf die Baustellen zu kommen, habe ich mir später Freiraum erkämpfen müssen, um mit Mädels schwimmen gehen zu können. Konsequenterweise habe ich ihm 1985 eine erste Bausoftware entwickelt. Das Programm „Gülle“ war sehr hilfreich und erstellte in Minuten ein 5-seitiges Angebot für Güllebehälter. Der Name war aus Marketingsicht natürlich kein Volltreffer! Mein Vater lebt nicht mehr, die Baufirma fängt an sich um BIM zu kümmern und auf der Internetseite findet man unter „Kontakt“ den Hund Otto, der dort zu Recht als Comedian vorgestellt wird.

Die MWM-Boy-Group bei der 25 Jahr-Feier: Stefan Deußen, Harry Nagel, Michael Hocks (GF), Wilhelm Veenhuis (GF), Martin Calaminus, Stefan Berensmann v.l.n.r.

Die MWM-Boy-Group bei der 25 Jahr-Feier: Stefan Deußen, Harry Nagel, Michael Hocks (GF), Wilhelm Veenhuis (GF), Martin Calaminus, Stefan Berensmann v.l.n.r. (MWM)

Was würden Sie machen, wenn es kein GAEB gäb’? Und wie sehen Sie dessen Zukunft in Zeiten von BIM und Digitalisierung?

Auch nach vier lecker Bier kann ich mir das überhaupt nicht vorstellen. Ich habe zufälligerweise das Startup MWM an GAEB ausgerichtet. GAEB war bereits Digitalisierung, als das Wort noch gar nicht genutzt wurde. Meine erste GAEB-Datei befand sich auf einem Magnetband … – Das war 1986 und da war GAEB schon 20 Jahre alt. Vielleicht verschwindet der Begriff GAEB irgendwann, aber die Prozesse werden in Zukunft bleiben, auch wenn BIM dann schon einen Bart hat.

Die Fragen stellte momentum-Redakteur Burkhard Talebitari

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Datum 11. Juli 2019
Autor Wilhelm Veenhuis, Burkhard Talebitari
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