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Vermischtes

Zufall, Stein und Hyperloop – Gespräche über die Stadt der Gegenwart

Auf der Abschlussveranstaltung von MakeCity, dem Festival für Andersmachen und Architektur, diskutierten am Sonntag, dem 1. Juli auf der Berliner „Urbanen Mitte Am Gleisdreieck“ inspirierende Speaker: Wie formen Materie und gebauter Raum, Mobilität und Bewegung – aber auch die Kraft des Zufalls – Berlin?

Panel: Zufall Stein und Hyperloop …

Panel: Zufall Stein und Hyperloop … (© HGEsch Photography)

Wie können wir Städte abseits ferner Zukunftsszenarien anders denken, bauen und gestalten? Unter diesem Leitsatz luden die Urbane Mitte Am Gleisdreieck, COPRO, das Architekturbüro O&O Baukunst sowie das künftige Urban Ideation Lab „B-Part“ am 1. Juli BerlinerInnen zum Dialog mit Experten und Vordenkern aus dem Transportwesen, der Start-up-Szene, der Nighttime Economy, der Kunstszene und der Literatur ein. Fazit der Veranstaltung: Berlin ist der Innovationstreiber Deutschlands, sowohl in Bezug auf Kultur als auch in Stadtentwicklung, Mobilität und zukunftsfähigen Arbeitswelten. Mit dem Entstehen sogenannter „Innovation Labs“ in der Hauptstadt soll diese Entwicklung katalysiert werden.

Zu den Speakern der Veranstaltung zählten Markus Penell, Leiter des Architekturbüros O&O Baukunst und der Berliner Künstler Christian Awe. Ersterer hat gemeinsam mit seinem Büro den Masterplan für das künftige Stadtquartier „Urbane Mitte Am Gleisdreieck“ entwickelt. Darüber hinaus diskutierten u. a. Dr. Meike Niedbal, Head of Business Development DB Station & Service und Project Lead Smart Cities; Jackie Thomae, Journalistin und Bestseller-Autorin; Tresor-Gründer Dimitri Hegemann und Darius Moeini, Mitgründer von Numa Berlin, über die Themen Mobilität, Start-ups, Kunst und Kultur sowie das Nachtleben Berlins. Durch das Panel führte der Journalist und Sachbuchautor Dr. Christian Ankowitsch.

… auf der Urbanen Mitte Am Gleisdreick

… auf der Urbanen Mitte Am Gleisdreick (© HGEsch Photography)

Schnittstelle aus Kreativwerkstatt, Experimentierlabor und Ideenschmiede

Den Startschuss zur Veranstaltung gab Ansgar Oberholz, Gründer des international bekannten Coworking Pioniers „St. Oberholz“, mit der Bekanntgabe von B-Part, einem Labor für das ideale Stadtquartier: Dort, wo zukünftig die „Urbane Mitte Am Gleisdreieck“, eine der letzten innerstädtischen Bauflächen Berlins, schließen soll, wird bereits Anfang 2019 ein temporäres Gebäude in modularer Holzbauweise errichtet: B-Part bietet auf ca. 1.000 m² direkt am Park einen Innovation Space für Menschen, die die Lebens- und Arbeitswelten von morgen erleben, erforschen und mitgestalten möchten. Im B-Part entstehen rund 100 Plätze für flexibles, gesundes und inspirierendes Arbeiten. Es ist eine Schnittstelle aus Kreativwerkstatt, Experimentierlabor und Ideenschmiede. Ob Industrie, Start-ups, Freelancer oder NachbarInnen – das Urban Ideation Lab wird eine Plattform, die Know-how und Content von unterschiedlichsten Ideen und Menschen generiert und zugänglich macht. „Es soll als Pionier für die Quartiersentwicklung der Urbanen Mitte Am Gleisdreieck und das menschliche Zusammenleben von morgen fungieren“, erklärt Oberholz, der das Projekt bis zu seiner Eröffnung als Ambassador begleiten wird.

Kollaborative Arbeitswelten und neue Mobilitätsideen

„Urbane Mitte Am Gleisdreieck“: Stadtquartier der Zukunft im Herzen Berlins Danach stellte Markus Penell von O&O Baukunst unter dem Motto „Stein“ den über 150 BesucherInnen die Themen Architektur und Städtebau in der heutigen Zeit an jenem Ort vor, wo das Stadtquartier entstehen wird. Penell präsentierte in seiner Keynote u. a. das städtebauliche Konzept der „Urbanen Mitte Am Gleisdreieck“. Dort werden in Zukunft lokales Handwerk und regionale Produktion mit kollaborativen Arbeitswelten und neuen Mobilitätsideen verbunden. Die Panelgäste konnten die Gebäudekörper, die auf dem Areal entstehen werden, in Miniatur vor Ort erleben. Denn eigens für das Festival wurde ein begeh- und erlebbares Holzmodell des Stadtquartiers im Maßstab 1:20 gebaut, das als Bühne für die Veranstaltung diente.

Kultclub Tresor: Mut zu Unfertigem und Zufälligem

v.l.n.r. Christian Awe Darius Moeini Markus Penell Dr. Meike Niedbal Jackie Thomae

v.l.n.r. Christian Awe Darius Moeini Markus Penell Dr. Meike Niedbal Jackie Thomae (© HGEsch Photography)

Dimitri Hegemann erzählte zum Element „Zufall“, wie er durch eine unvorhergesehene Situation die richtige Lokalität für seinen späteren Technoclub „Tresor“ fand. Dieser entwickelte sich mit seinem unfertigen und authentischen Charme schließlich zu einem wichtigen Bestandteil der Nighttime Economy in Berlin. Nachdem der Mauerfall die Stadt zum Explodieren brachte und viele Kids aus Ost und West zusammenkamen, entstanden viele neue Räume und kreative Ideen. Menschen feierten die unkontrollierte Eigendynamik und verliehen Berlin neue Energie. Aus gereifter Subkultur wurde Kreativwirtschaft. In diesem Kontext plädierte Hegemann dafür, dass in der heutigen Zeit gerade der Jugend mehr Experimentierraum gegeben werden müsse, um den Geist solcher Entwicklungen auch künftig beizubehalten.

Mobilitätkonzepte: von der Stadt zur Smart City

Zum Abschluss der Veranstaltung verriet Dr. Meike Niedbal, Head of Business Development DB Station & Service, im Panel „Bewegung“, wie die Deutsche Bahn Mobilität als städteformendes Element erkennt und welche Rolle die Menschen bei der Gestaltung von intelligenten und flexiblen Mobilitätslösungen spielen. Sie eröffnete in ihrer Keynote „Smart Cities: Logistik, Mobilität und Bahnhöfe“ neue Blickwinkel auf innerstädtische Verkehrskonzepte der Gegenwart und Zukunft.

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